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Leser-Reporterin lässt nicht locker

Eine Schwachstelle an diesem Haus in Fischbach will die Gemeindeverwaltung beseitigen. Archiv-Foto: Seeber
Eine Schwachstelle an diesem Haus in Fischbach will die Gemeindeverwaltung beseitigen. Archiv-Foto: Seeber FOTO: Seeber
Quierschied. Vor geraumer Zeit beschäftigte sich die SZ mit einem defekten Fallrohr an einem Haus in Fischbach. Eine Frau sah darin eine Gefahr. Jetzt ist das Rohr schon abgefallen. Die Gemeinde Quierschied verspricht Abhilfe. Michèle Hartmann

Vor knapp drei Jahren haben wir über die Tücken eines Fallrohrs und dessen Folgen berichtet. Eine Leser-Reporterin hatte damals die Gemeindeverwaltung Quierschied darauf hingewiesen, dass genau dieses Fallrohr an einem Haus in der Oststraße in Fischbach verrostet und abgebrochen sei. Dadurch ergieße sich das Regenwasser aufs Trottoir und stelle im Winter eine erhöhte Gefahr für Fußgänger dar. Ganz nebenbei: Das Ordnungsamt der Gemeinde meldete dies der Unteren Bauaufsicht des Regionalverbandes, der eine Überprüfung des Anwesens vor Ort vornahm, keinen Handlungsbedarf feststellte und für seine Tätigkeit der Frau rund 150 Euro in Rechnung stellte.

Sie klagte dagegen und bekam auf der ganzen Linie Recht. Die Klägerin, so das Gericht, habe durch ihren Hinweis an die Gemeinde lediglich auf einen Missstand hingewiesen, jedoch keine Überprüfung durch die Bauaufsichtsbehörde verlangt. Der Gebührenbescheid sei somit aufzuheben.

Was die damals siegreiche Klägerin dieser Tage erneut veranlasste, sich an die SZ zu wenden, ist eine Meldung vom 11. Februar im Regionalteil Neunkirchen mit der Überschrift ,,Undichte Regenrinne sorgt für Eisfläche ". Ein 67-jähriger Fußgänger war dem Polizeibericht zufolge in der Nacht auf einem vereisten Gehweg in Merchweiler gestürzt und hatte sich eine Fußknöchelfraktur zugezogen. Ursache für die Eisfläche war eine undichte Dachrinne. Die Polizei gab an, gegen den Hauseigentümer zu ermitteln.

Dies wiederum nahm jetzt die SZ zum Anlass, sich an die Gemeinde Quierschied zu wenden. Weil nach Angaben der Leser-Reporterin in der Oststraße überhaupt nichts passiert sei. Die Situation habe sich nur dahingehend verändert, dass das Fallrohr zwischenzeitlich komplett abgefallen sei.

Die Pressestelle im Quierschieder Rathaus teilt aktuell mit, dass auf Anweisung von Bürgermeisterin Karin Lawall besagtes Fallrohr an dem Anwesen Oststraße 3 in Fischbach erneuert werde. "Unsere Gemeindewerke werden die erforderlichen Maßnahmen nach der Abwassersatzung veranlassen und eine Ersatzvornahme auf Kosten des Eigentümers durchführen", erklärt die Verwaltungschefin. Unabhängig davon nehme das Ordnungsamt dieses Anwesen und ein weiteres unbewohntes Haus des gleichen Eigentümers von Zeit zu Zeit in Augenschein: ,,Dies geschieht insbesondere vor dem Hintergrund, da auch dort schon öfter kostenpflichtige Ersatzvornahmen in Bezug auf Bewuchs in den öffentlichen Verkehrsraum durchgeführt wurden."

Nach Auskunft der zuständigen Fachbereichsleiterin Mirka Preiser ist die Grundlage dafür die Polizeiverordnung über die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung in der Gemeinde. Dazu sei anzumerken, dass genau diese Probleme auch anderswo immer mehr zunehmen würden. Bei ,,konkreten Gefahren", die von Gebäuden ausgehen, sei die zuständige Untere Bauaufsichtsbehörde beim Regionalverband hinzuzuziehen.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einer SZ-Leser-Reporterin. Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter