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"Koalition der Schuldenmacher aus SPD, CDU und Linken"

"Koalition der Schuldenmacher aus SPD, CDU und Linken"

Quierschied. Die Quierschieder Freien Wähler sind gegen die Nutzung des Volksbank-Gebäudes am Triebener Platz als neues Rathaus. Gernot Abrahams und Klaus-Dieter Nemecz (Foto: SZ), beide im Quierschieder Gemeinderat, betonen: "Wir sind unter anderem angetreten, um bei der Sanierung der katastrophalen Finanzlage der Gemeinde Quierschied mitzuwirken

Quierschied. Die Quierschieder Freien Wähler sind gegen die Nutzung des Volksbank-Gebäudes am Triebener Platz als neues Rathaus. Gernot Abrahams und Klaus-Dieter Nemecz (Foto: SZ), beide im Quierschieder Gemeinderat, betonen: "Wir sind unter anderem angetreten, um bei der Sanierung der katastrophalen Finanzlage der Gemeinde Quierschied mitzuwirken." Der Kauf des Bankgebäudes sei aber nur mit weiteren Schulden zu finanzieren. Fünf Monate nach der Kommunalwahl müssten die Freien Wähler feststellen, dass Bürgermeisterin Karin Lawall (SPD) und eine "Koalition der Schuldenmacher aus SPD, CDU und Linken" im Jahr 2009 über zwei Millionen Euro weitere Schulden beschlossen habe und damit die Gemeindefinanzen weiter an die Wand fahre, nach dem Motto: "Nach uns die Sintflut". Das sei unverantwortlich. Keiner nehme zur Kenntnis, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise in den kommenden zwei Jahren zu weiteren erheblichen Steuerausfällen und wesentlich höheren Ausgaben führen werde. Unter dem Vorwand einer "wirtschaftlichen Lösung" habe Lawall den Ankauf der Volksbank für etwa 3,1 Millionen Euro durchgepeitscht. Dabei gebe es zwei teuer bezahlte Gutachten, die nachweisen, dass die Sanierung des Rathauses ohne zusätzliche Schulden längst hätte begonnen werden können. "Auch wir wollen, dass die Bediensteten wieder ordentliche Arbeitsbedingen bekommen", sagen die Ratsmitglieder der Freien Wähler. Allerdings hätten weder die Verwaltung noch die Bürgermeisterin Anspruch auf luxuriöse Büros. Die von Lawall propagierte Belebung der Marienstraße durch den Umzug in die Volksbank werde selbst von Fachleuten bezweifelt. Nemecz: "Tatsache ist, dass Quierschied etwa 30 Mitarbeiter der Volksbank nach Dudweiler sowie Sulzbach und somit auch Kaufkraft am Ort verliert." Der Kauf der Volksbank sowie der Abriss von Rathaus und Kultursaal müssten mit weiteren Schulden finanziert werden. Abrahams und Nemecz: "Diese Überlegungen sind der reine Wahnsinn. Dabei können wir nicht mitmachen." Die Freien Wähler könnten nicht zusehen, wie die Zukunft der Gemeinde verspielt werde, um größenwahnsinnige Pläne mit Schulden zu finanzieren. ll

Auf einen BlickBei der Mitgliederversammlung wählten die Freien Wähler Quierschied Rainer Müller zum 1. Vorsitzenden. Gernot Abrahams wurde als 2. Vorsitzender, Erich Prinz als Schatzmeister, Oliver Wochian und Jörg Sersch als Schriftführer bestätigt. Rainer Müller freute sich über drei neue Mitglieder. Die Versammlung beschloss, den Monatsbeitrag auf drei Euro festzulegen. ll