Knappen feiern runden Geburtstag

Fischbach. 2010 ist für den Bergmannsverein "Glück Auf" Fischbach-Camphausen 2000 ein besonderes Jahr. Der Verein feiert sein zehnjähriges Bestehen. Bei der Mitgliederversammlung teilte der Vorsitzende Klaus Busch mit, dass der runde Geburtstag am Sonntag, 6. Juni, gefeiert wird

In der Fischbacher Waldparkanlage haben die ehemaligen Bergleute eine Erinnerungsstätte geschaffen mit einer halben Seilscheibe, einem Kohlewagen und einem Gedenkstein. Foto: ll.

Fischbach. 2010 ist für den Bergmannsverein "Glück Auf" Fischbach-Camphausen 2000 ein besonderes Jahr. Der Verein feiert sein zehnjähriges Bestehen. Bei der Mitgliederversammlung teilte der Vorsitzende Klaus Busch mit, dass der runde Geburtstag am Sonntag, 6. Juni, gefeiert wird. Um 10 Uhr findet unter Mitwirkung des Saarknappenchores eine heilige Messe in der katholischen Pfarrkirche St. Josef statt. Von dort geht es unter musikalischer Begleitung der Fischbacher Musikanten zur Fischbachhalle. Hier wird Bergwerksdirektor Fred Breining - er ist der Schirmherr - die Feier eröffnen. Um 13 Uhr treten die Bergmusikanten der Deutschen Steinkohle auf. In seinem Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres erwähnte Busch die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, an verschiedenen Gedenkveranstaltungen und Bergparaden, am Dorffest und am Fischbacher Weihnachtsmarkt sowie die Gestaltung der Barbarafeier. Besonders hervor hob Busch die Berlinfahrt 2009. Die Teilnehmer schwärmten heute noch davon, so der Vorsitzende. 2011 steht nach Angaben von Busch wieder eine Vereinsfahrt auf dem Programm. Sie führt vom 27. Juni bis 3. Juli nach Dresden. Der Fischbacher Bergmannsverein wurde im Dezember 2000 gegründet. Klaus Busch ist von Anfang an Vorsitzender. "Der Bergbau hat die Region um Fischbach wesentlich geprägt. Nachdem er sich aber hier ganz zurückgezogen hat, wollen wir die vielen Traditionen aufrechterhalten", nennt er das Ziel des Vereins. Auch will die Gemeinschaft die Erinnerung an das Unglück vom 16. Februar 1986 in der Grube Camphausen wachhalten. Seit 2001 legt der Verein in Gedenken an die sieben verunglückten Kameraden am Jahrestag des Unglücks auf dem Friedhof in Fischbach einen Kranz nieder. Drei der Toten sind dort begraben. Neben den Gräbern steht ein großes Holzkreuz. Davor ist ein Schnitzwerk. Es zeigt die Grube Camphausen, die Heilige Barbara und ein Stollenmundloch. Seit Oktober 2001 hat die Gemeinschaft eine eigene Fahne. Darauf sind auf der einen Seite der Schacht IV der Grube Camphausen, das Fischbacher Wappen, Schlegel und Eisen, eine Lore und eine Grubenlampe zu sehen; auf der anderen Seite ist ein Bild der heiligen Barbara. In der Waldparkanlage haben die ehemaligen Bergleute eine Erinnerungsstätte geschaffen mit einer halben Seilscheibe, einem Kohlewagen und einem Gedenkstein. Die Anlage, die beleuchtet ist, wird von den Mitgliedern des Vereins gepflegt. Zurzeit zählt der Bergmannsverein Fischbach-Camphausen 208 Mitglieder, teilte Busch weiter mit.