Klasse Party mit 800 Gästen

Als absoluter Knüller erwies sich das Nachtschwimmen im Quierschieder Freibad am Wochenende. Und das nicht nur im Wasser. Außerhalb des Beckens gab es Musik von und mit Herry Klemm sowie sommerliche Cocktail für die vielen Gäste.

Es war eine in vielerlei Hinsicht feucht-fröhliche Angelegenheit. Zum nunmehr achten Mal hatte der Förderverein Quierschieder Bäder zum Nachschwimmen ins Freibad der Gemeinde eingeladen. Coole Getränke, heiße Musik und die einzigartige Atmosphäre des in ein Lichtermeer getauchten Schwimmbades lockten bei auch nach 22 Uhr noch sehr angenehmen Temperaturen weit über 800 Besucher an. Und die kamen nicht nur aus der Gemeinde. "Das Quierschieder Freibad lockt auch immer mehr Gäste aus den umliegenden Kommunen an", sagte Rainer Nix, der 2. Vorsitzende des Fördervereins, "wir versuchen, mit unseren Maßnahmen für einen Aha-Effekt bei den Gästen zu sorgen." So wurde in diesem Jahr eine Mini-Rutsche fürs Baby-Becken angeschafft. Kosten: über 600 Euro. "Schließlich muss sie in einem öffentlichen Bad auch den besonderen Sicherheitsansprüchen genügen", erklärte Nix.

Für die Sicherheit der feiernden, aber besonders der schwimmenden Gäste war auch am Samstag Bademeister Reimund Engbarth zuständig. doch der Rettungsschwimmer verlebte einen entspannten Abend. "Es ist deutlich weniger Stress als tagsüber", sagte Engbarth und legte sich lässig in seinem Stuhl zurück, "es gab keinerlei Schwierigkeiten oder Probleme - weder mit Gläsern noch mit dem darin befindlichen Alkohol. Die Leute sind meines Erachtens auch sehr viel aufmerksamer als sonst." Erst spät am Abend fiel die Lufttemperatur unter die Wassertemperatur von 24 Grad. Davon unbeeindruckt zogen Meta Fey, Jutta Martin, Evi Keller, Bärbel und Sabine Richard ihre Bahnen im 50 Meter langen Becken. Sie hatten sich bunt blinkende Kopfbedeckungen aufgesetzt und die Badeanzüge mit Plastikblümchen aufgehübscht. "Wir lassen uns jedes Jahr etwas anderes einfallen", sagte Quierschieds stellvertretende Ortsvorsteherin Fey und setzte noch einen drauf: "Tolle Frauen machen halt immer was Besonderes." Andere hielten sich mit dem Schwimmen eher zurück, konzentrierten sich dafür mehr aufs Feiern. "Ich habe genau zwei Bahnen geschafft", scherzte der Quierschieder Hans Eiler und ergänzte fröhlich: "allerdings quer."

Wem es dann doch im Wasser zu kühl wurde, der konnte sich bei heißen Beach-Party-Rythmen wieder warm tanzen. DJ-Legende Herry Klemm ließ es sich nicht nehmen, für den richtigen Sound zu sorgen. "Ich habe über 5000 Lieder dabei", sagte Klemm mit einem Lachen und deutete auf die riesige CD-Kiste neben dem Mischpult: "Da ist für jeden etwas dabei." Die Musikgeschmäcker mögen zwar vielleicht verschieden sein, in einem waren sich die Besucher aber einig: eigentlich müsste viel öfter Nachtschwimmen sein.