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1. Spatenstich
Kinder bekommen in Neubau mehr Platz für sich

 Im Eisengraben wurde jetzt der symbolische  Spatenstich für den Kita-Erweiterungsbau gemacht.
Im Eisengraben wurde jetzt der symbolische Spatenstich für den Kita-Erweiterungsbau gemacht. FOTO: Iris Maria Maurer
Quierschied. Bürgermeister gab den Startschuss für den Erweiterungsbau der Kindertagesstätte „Villa Regenbogen“ im Eisengraben. Von Patric Cordier

Der demographische Wandel macht offenbar zumindest einen Knick. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen nicht nur, aber auch im Saarland deutlich angestiegen. Die Gemeinde Quierschied reagiert nun darauf.


Am vergangenen Mittwoch gab Bürgermeister Lutz Maurer den Startschuss für den Erweiterungsbau der Kindertagesstätte „Villa Regenbogen“ im Quierschieder Eisengraben. „Die Demographen haben sich vielleicht etwas verrechnet“, scherzte der Verwaltungschef, „für uns ist dieser Spatenstich so kurz vor Weihnachten ein sehr erfreuliches Ereignis“. In Quierschied führt man die Entwicklung auch auf den Zuzug junger Familien zurück, die in den verschiedenen Neubaugebieten der Gemeinde eine neue Heimat gefunden haben.

Die Villa Regenbogen soll in den nächsten Monaten praktisch um die Hälfte wachsen. Zu den bislang 50 Regelplätzen kommen 25 neue hinzu, die Anzahl der Krippenplätze steigt von derzeit 22 auf 33. Den Ausbau lässt sich die Gemeinde richtig was kosten. Insgesamt werden 850 000 Euro investiert, 332 000 Euro davon kommen aus dem Gemeindesäckel. 285 000 Euro kommen über das sogenannte Sofortprogramm Ü3 der saarländischen Landesregierung hinzu, den Rest übernimmt der Regionalverband.

„Sollte die Nachfrage nach Kita-Plätzen irgendwann nicht mehr so groß sein, bieten sich für den Anbau auch weitere Nutzungsmöglichkeiten an“, erklärte Maurer im Hinblick auf die Zukunftssicherheit und Nachhaltigkeit der Maßnahme, „gerade durch die Nähe zur Gemeinschaftsschule, die ja im kommenden Jahr zur Gebundenen Ganztagsschule wird, kann man sich da einige Kooperationsmöglichkeiten vorstellen“.

Die Pläne für den Anbau stammen vom Architekturbüro Jörg Schmitz aus Quierschied. Das neue Gebäude soll im 90-Grad-Winkel zum bestehenden Kindergarten errichtet werden und damit das Spielgelände abschließen. Bei der Planung wurden auch die Ideen und Wünsche des Kindergarten-Teams berücksichtigt.



„Ich hoffe, die Mitarbeiterinnen, die Kinder und die Eltern bringen während der Umbauphase Geduld und gute Nerven mit“, bat Bürgermeister Maurer schon jetzt um Verständnis für mögliche Einschränkungen oder Beeinträchtigungen des gewohnten Ablaufs. Scherzhaft schloss er eine Alternative aus: „Eine sechsmonatige Schließung stand ja nicht zu Debatte.“

Quierschied sei eine der Kommunen, die mit dem Ausbau der gemeindeeigenen Einrichtungen am schnellsten auf die gewachsenen Ansprüche reagiert haben. Gespräche über mögliche Erweiterungen bei Kindertagesstätten in nicht-öffentlicher Trägerschaft - beispielsweise von Kirchen - bedürfen da längerer Zeit. „Es sitzen dann einfach mehr Parteien am Tisch“, so Bürgermeister Lutz Maurer zu der Thematik.