Junge Talente groß in Form

Eine rundum gelungene Veranstaltung mit herrlichen Spielen: Das war der 1. Heinz Simmet U13-Cup in Göttelborn. Das hochkarätige Finale entschied der 1. FC Saarbrücken erst im Elfmeterschießen für sich.

 Cup-Namensgeber Heinz Simmet trug sich im Beisein von Bürgermeisterin Karin Lawall und Ortsvorsteher Peter Saar ins Goldene Buch der Gemeinde Quierschied ein.
Cup-Namensgeber Heinz Simmet trug sich im Beisein von Bürgermeisterin Karin Lawall und Ortsvorsteher Peter Saar ins Goldene Buch der Gemeinde Quierschied ein.

"Es war alles wunderbar", schwärmt Jörg Gruber, Vorsitzender des Förderkreises SV Germania Göttelborn und Organisator des 1. Heinz-Simmet-U13-Cups in Göttelborn : "Es wurde toller Fußball geboten mit einem fantastischen Finale. Dazu zahlreiche Zuschauer. Also wir sind rundum zufrieden."

Am Freitagabend gab sich der frühere Fußball-Nationalspieler Klaus Fischer wie schon im Vorjahr die Ehre und veranstaltete ein öffentliches Training einer Auswahl mit saarländischen Talenten seiner Fußballschule. 13 ambitionierte Kicker aus dem ganzen Saarland stimmten sich unter Leitung Fischers für das Turnier mit großen Vereinsnamen der Fußballgeschichte ein. Am Samstag landeten die "Klaus Fischer Youngsters" zusammen mit der SG Quierschied , Borussia Neunkirchen und dem FC Homburg punktgleich auf dem fünften Platz. Platz vier sicherte sich Eintracht Trier hinter der SV Elversberg . Das hochkarätige Finale entschied der 1. FC Saarbrücken erst im Elfmeterschießen mit 8:7 (1:1) gegen die Mannschaft von Bundesligist 1. FC Köln für sich.

"Wichtig ist, dass die Mannschaften Spaß am Fußballspielen haben. Das Ergebnis spielt dann keine so große Rolle", sagte Klaus Fischer vor dem Turnier, bei dem er seine Mannschaft wegen Verpflichtungen bei seinem Verein FC Schalke 04 nicht betreuen konnte. Diese Aufgabe übernahm Vlado Saric, ein weiterer Trainer der Klaus Fischer-Fußballschule. Im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands, in denen Jahrhundert-Torschütze Fischer mit seiner Fußballschule tätig ist, schneiden die Saarländer trotz des kleineren Einzugsgebiets gut ab: "Potenzial haben die Jungs auf jeden Fall", attestiert er und lobt die Veranstaltung in Göttelborn als Möglichkeit, dieses abzurufen und weiterzuentwickeln: "Die Veranstaltung finde ich ganz toll, ich kann mich nicht daran erinnern, dass es zu unserer Zeit so etwas gab. Wenn sie nächstes Jahr wieder stattfindet, denke ich schon, dass wir wieder dabei sind."

Das gilt wohl auch für Heinz Simmet, ebenfalls Ex-Profi und als gebürtiger Göttelborner Namensgeber des Turniers. "Ich freue mich immer, wenn ich wieder in meiner Heimat bin", sagte der 69-Jährige, dem mit der Eintragung in das Goldene Buch der Gemeinde Quierschied ein große Ehre zuteil wurde: "Ich habe das ja auch in Köln erfahren dürfen, aber nicht minder freue ich mich, dass das hier nun auch gelungen ist", sagt er. Dass sein Name in diesem Jahr mit der Förderung des Jugendfußballs verbunden ist, freut ihn sehr: "Jugendarbeit ist mehr oder minder das einzige, was man als Verein wirklich machen sollte. Die Jugend anzufeuern und ihr zu zeigen, dass vieles möglich ist. Das halte ich hier für sehr gut gelungen", meinte Simmet und schob nach: "Es soll aber noch besser werden."

Vieles ist seit seiner eigenen Jugendfußball-Zeit schon viel besser geworden, zum Beispiel die Spielstätte: "Ich trainiere ja auch selbst noch ein bisschen und komme mit diesen Plätzen nicht so gut zurecht. Für die Jungen, die jetzt mit diesen Plätzen aufwachsen, ist das aber kein Problem. Ich denke in zehn Jahren gibt es gar keine Naturrasenplätze mehr."