Invasion der feuerroten Wanzen

Unzählige Feuerwanzen haben zumindest einen Garten in Göttelborn heimgesucht. Dem Menschen werden sie laut Fachmann nicht gefährlich. Und bis zum Herbst seien sie allemal verschwunden.

 Die Käfer sind für den Menschen nicht bedrohlich.
Die Käfer sind für den Menschen nicht bedrohlich.

Eigentlich hätte man meinen können, die Wespen seien in diesem Sommer die einzig wahre Plage. Doch der Bericht unsereres Leser-Reporters Lothar Strobel belehrt uns eines Besseren. Er, der gern auch fotografisch unterwegs ist, wohnt in der Göttelborner Grubensiedlung. Ein Nachbar bat ihn jetzt zu sich herüber und präsentierte ihm ein bisher ungeahntes Szenario - in seinem Garten. Dort tummeln sich derzeit Abertausende von Feuerwanzen. In wahren Trauben sitzen sie da und scheinen sich äußerst wohl zu fühlen. Das aber kann der Göttelborner Gartenbesitzer von sich keineswegs behaupten. Er empfindet die Invasion der feuerroten Käfer als Belästigung. Vor allem weiß man auch nicht genau, wann sie sich wieder verziehen. Der Aufenthalt im heimischen Grün kann da schon zur wahren Herausforderung werden. Und nicht jeder Mensch findet Käfer in massenhaftem Auftreten auch besonders appetitlich. Wir haben die Informationen und die Feuerwanzen-Bilder von Lothar Strobel dankend entgegen genommen und uns gleich auch kundig gemacht bei einem Fachmann: Rudi Reiter, stellvertretender Vorsitzender des Nabu Saarland, kennt das Phänomen: "So etwas passiert gelegenlich, wenn die Feuerwanzen ein besonders gutes Jahr bei ihrer Vermehrung hatten. Dann kann es passieren, dass sich die Tiere an Sammelplätzen treffen." Eine Gefahr ginge allerdings trotz der roten Färbung und des bedrohlichen Namens nicht von den kleinen Insekten aus: "Die Färbung soll nur Feinde abschrecken. Jeder Vogel weiß dann sofort, der ist ungenießbar." Im Übrigen werde sich die Versammlung, je nach Entwicklungsstadium der Tiere, nach einigen Tagen bis Wochen von allein auflösen: "Wanzen haben in der Regel einen Entwicklungszyklus von etwa vier Wochen und leben nicht bis in den Herbst ."

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserem Leser-Reporter Lothar Strobel aus Göttelborn . Wenn auch Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie bitte eine Sprachnachricht unter Tel. (0681) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de, oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter