Großprojekt mit Strahlkraft

Nachdem sich die Saarland Heilstätten GmbH von ihrer ehemaligen Reha-Klinik in Quierschied getrennt hat, ist nun die Victor's Unternehmensgruppe dabei, das Areal weiter zu entwickeln. Ein breit gefächertes Angebot an Dienstleistungen im Gesundheitswesen mit 200 neuen Arbeitsplätzen soll in der Gemeinde entstehen.

 Im Büro des Landtagspräsidenten Klaus Meiser (rechts) trafen sich am gestrigen Mittwoch (von links) Quierschieds Bürgermeister Lutz Maurer, SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der Victor's Unternehmensgruppe, Hartmut Ostermann.
Im Büro des Landtagspräsidenten Klaus Meiser (rechts) trafen sich am gestrigen Mittwoch (von links) Quierschieds Bürgermeister Lutz Maurer, SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel sowie der Aufsichtsratsvorsitzende der Victor's Unternehmensgruppe, Hartmut Ostermann.

Es hat ein Weilchen gedauert, doch nun ist alles bis ins Detail geklärt: Das ,,Medicus Gesundheitszentrum Quierschied " wird kommen, und zwar sehr bald. Das gaben Landtagspräsident Klaus Meiser , der Aufsichtsratsvorsitzende der Victor's Unternehmensgruppe Hartmut Ostermann , der Chef der Saarland Heilstätten GmbH (SHG) Alfons Vogtel und Lutz Maurer, Quierschieds neuer Bürgermeister, am gestrigen Mittwoch bekannt.

,,Eine bessere Situation zu Dienstbeginn kann es nicht geben." Mit diesen Worten freute sich Maurer auf ein Großprojekt, dem Ostermann und sein Projektleiter Rüdiger Linsler eine ,,konzeptionelle Einzigartigkeit im Saarland" bescheinigen - mit einer Strahlkraft, die weit über die Region hinaus reiche. Wobei Landtagspräsident Meiser die Rolle des Koordinators übernahm. Schließlich war er mal Quierschieds Bürgermeister und schon von daher darauf bedacht, dass sich die Gemeinde bestmöglich weiterentwickelt. Was das angeht, so stellt Victor's im Endausbau rund 200 Arbeitsplätze in Aussicht - von der Reinigungskraft bis hin zum medizinischen Fachpersonal.

Im neuen ,,Medicus Gesundheitszentrum", dessen geplante Neubauten im Sommer dieses Jahres angegangen werden, soll ein breit gefächertes Angebot an Dienstleistungen vorgehalten werden.

Derzeit im mehr als 100 Jahre alten Hauptgebäude bereits oder zeitnah in Betrieb sind: eine international ausgerichtete Altenpflegeschule sowie Wohnappartements für die Schüler dieser Einrichtung, eine chirurgische Belegstation der SHG mit OP-Räumen, zwei chirurgische Praxen, zwei Privatpraxen im Bereich Innere Medizin und Naturheilkunde sowie mehrere physiotherapeutische Praxen mit unterschiedlicher Ausrichtung.

,,Im Norden des Areals werden zwei Gebäude mit dem Angebot der vollstationären Pflege und Service-Wohnen entstehen", wie Projektleiter Rüdiger Linsler erläutert. So sollen rund 140 Pflegebetten, inklusive Übergangs- und Kurzzeitpflege, unter Berücksichtigung der Versorgung von Bewohnern mit Demenz zur Verfügung stehen. Zudem werden 90 Wohn-Appartements gebaut mit dem Leitgedanken: ,,Wohnen wie im Hotel und Wohnen mit Betreuung, orientiert an den Kundenbedürfnissen". Geplant sind dabei auch ein Restaurant, ein Café, Bibliotheken, Begegnungsecken, Friseur, Innenhof und Terrassen sowie diverse Serviceleistungen - vom Einkauf über Unterhaltung bis hin zur Wellness. Die für die Neubauten benötigte Fläche ist bereits gerodet.

Was die international ausgerichtete Altenpflegeschule angeht, so werden die Auszubildenden auf den oberen Etagen im zu sanierenden Hauptgebäude untergebracht, 100 Appartements stehen zur Verfügung. Der Ausbildung, so Alfons Vogtel, werden Intensiv-Sprachkurse vorangehen, die ebenfalls vor Ort stattfinden. Das Gesundheitszentrum soll, wenn alles glatt über die Bühne geht, im Sommer 2018 eingeweiht werden.