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Großer Applaus für das Musical „Der kleine Lord“ in der Quiuerdchieer Q.lisse

Vorweihnachtliches Vergnügen : Großer Applaus für das Musical „Der kleine Lord“

„Gerade in solchen krisengeschüttelten Zeiten braucht man etwas, was das Herz erwärmt“, findet Daniela Schorr aus Heiligenwald. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Martha Mertiny und Anke Krummenauer aus Landsweiler-Reden besuchte sie am Freitagabend die Premiere des Musicals „Der kleine Lord“ in der Quierschieder Q.lisse.

Sie sind Fans der Musical- und Schaubühne „einzig.ART.ich“.

Dass sich die anrührende Geschichte gut als Musical erzählen lässt, beweist die Inszenierung des Ensembles. Die rührselige Verfilmung flimmert ja jedes Jahr zur Weihnachtszeit über die Fernsehbildschirme. Nun bringt der Quierschieder Verein die Geschichte als Musicaladaption von Christian Berg und Melanie Herzig mit der Musik von Konstantin Wecker auf die Bühne und trifft mitten ins Herz. Wecker selbst hat mit der saarländischen Ministerin für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot (SPD), die Schirmherrschaft über die Inszenierungen übernommen. Die Premiere in der voll besetzten Q.lisse war ein großer Erfolg.

Bereits seit Wochen waren die fünf Termine ausverkauft. Auch für den eingeschobenen Zusatztermin gab es schnell keine Karten mehr. Mit über 60 ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteuren führt der Verein sein erstes komplettes Musical auf. Und es hat sich gelohnt. Am Ende werden rund 1600 Besucherinnen und Besucher den „Kleinen Lord“ bestaunen können. Das Ensemble verstand es von der ersten Minute an, die Zuschauer – unter ihnen viele Kinder – in seinen Bann zu ziehen. Die Darsteller überzeugten auf ganzer Linie.

In der ersten Szene entführen sie das Publikum in das New York des 19. Jahrhunderts. Wir lernen den kleinen Halbwaisen Cedric und dessen Geschichte kennen und erfahren, wie verpönt das „Aristokraten-Pack“ beim einfachen und ärmlichen Volk ist. Joelle Titeux überzeugt in der Titelrolle des kleinen liebenswerten Jungen. Die besten Freunde Cedrics sind der Ladenbesitzer Mr. Hobbs (Armin Dissieux) und Schuhputzer Dick (Dennis Heidrich). Schon bald erscheint der vornehme Rechtsanwalt Mr. Havisham (Alexander Ahr Pereira) und teilt Cedrics warmherziger und einfühlsamer Mutter, Mrs. Errol (Sarah Pelzer), mit, dass ihr kleiner Sohn der künftige Lord Fauntleroy sei und an der Seite seines hartherzigen Großvaters (Christof Roeder) auf dessen englischem Schloss Dorincourt leben soll. Die Mutter jedoch sei dort unerwünscht, da sie nach Auffassung des Aristokraten nicht standesgemäß ist. Während vor dem Vorhang Cedric Abschied von seinen Freunden nimmt, verwandelt sich dahinter die Bühne in ein prunkvolles englisches Schloss. Der unbekümmerte Cedric erfährt nichts von der Verbitterung seines Großvaters. Im Laufe Zeit gelingt es ihm mit seiner fröhlichen und unbekümmerten Art, das harte Herz seines Großvaters zu erweichen und Mitgefühl in ihm zu wecken. Am Ende wird auch die Mutter in die Familie aufgenommen.

Tanzeinlagen mit schwungvollen Choreografien, überraschende kleine Spezialeffekte und humorvolle Szenen ergänzen die Inszenierung. Das Ensemble und der Chor verkörperten die unterschiedlichen Charaktere mit großer Spielfreude, sehr viel Leidenschaft und überzeugendem Können.