Göttelborn lockt 1900 Wanderer an

Göttelborn. Es ist Sonntag, kurz nach 11.30 Uhr. Nach und nach füllen sich die Plätze in der Göttelborner Mehrzweckhalle. An der Essens-Ausgabe bildet sich eine Schlange - alles hungrige Wanderer. Minuten zuvor sind sie von ihrer Tour durch die Wälder bei Göttelborn zurückgekehrt. Wie Ursula und Hans Adam aus Brebach

Werner Berwian, Heinz Hubig und Günter Bernarding (von links) bei der Ausgabe der Startkarten für die Wanderung.

Göttelborn. Es ist Sonntag, kurz nach 11.30 Uhr. Nach und nach füllen sich die Plätze in der Göttelborner Mehrzweckhalle. An der Essens-Ausgabe bildet sich eine Schlange - alles hungrige Wanderer. Minuten zuvor sind sie von ihrer Tour durch die Wälder bei Göttelborn zurückgekehrt. Wie Ursula und Hans Adam aus Brebach. Die beiden waren zehn Kilometer unterwegs, haben dafür etwas mehr als zwei Stunden gebraucht. "Heute ist unsere vierte Volkswanderung für dieses Jahr", erzählten die beiden. "Bei dem schönen Wetter muss man raus, da macht das Wandern durch den Wald noch mal so viel Spaß", sagten sie und schwärmten von den "wunderschönen Strecken". Wandern macht hungrig. Und während die Wandergesellen mit Gefüllten oder Erbsensuppe mit Wurst ihren Hunger stillten, gab nur wenige Meter nebenan an Organisationsleiter Heinz Hubig immer noch Startkarten aus. Am Wochenende war wieder internationale Volkswanderung in Göttelborn, zum 40. Mal. Veranstalter: das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Quierschied. Start und Ziel war an der Mehrzweckhalle. "Bereits morgens um sechs Uhr haben sich die ersten mit Taschenlampen auf den Weg gemacht", erzählte Hubig lachend. "Rund 1900 Wanderer aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Frankreich und Luxemburg waren bei uns", zog Hubig am Sonntagnachmittag Bilanz. Erstmals im Göttelborn am Start war eine Gruppe aus Waldböckelheim im Landkreis Bad Kreuznach. "Das waren 36 Personen. Sie sind mit dem Bus gekommen", erklärte Hubig. Auch die Saarwaldvereine aus Quierschied und Fischbach waren dabei, ebenfalls Mitglieder vom Kneippverein Quierschied. Drei Strecken hatten die Helfer des DRK ausgeschildert: sechs, zehn und 20 Kilometer lang. Alle Wege führten fast ausnahmslos durch den Wald. Die 20-Kilometer-Route ging bis zur Reha-Klinik nach Quierschied und von zurück. Dank des großen Einsatzes zahlreicher ehrenamtlicher Helfer klappte die Betreuung der Wanderer reibungslos. "Auf dem Dienstplan standen für beide Tage jeweils 65 Helfer", sagte Bereitschaftsleiter Werner Berwian. Einer dieser Helfer war Erwin Seel. Er war in der Mehrzweckhalle und maß den Blutdruck der Wanderer vor dem Start und nachher. "Viele konnten es kaum glauben, dass der Blutdruck nachher niedriger war als vorher", meinte Seel. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren stellte auch diesmal wieder der Wanderverein "Frei Weg" Hühnerfeld die stärkste Gruppe. Diesmal hatten mehr als 60 Wanderer die Schuhe geschnürt. Stark vertreten waren auch Wandervereine aus Hüttigweiler, Landsweiler-Reden, Schmelz, Uchtelfangen, Thalexweiler und Völklingen-Heidstock. Für alle Gruppen mit mehr als 25 Personen gab es wieder schöne Ehrenpreise. ll