Gemeinderat legt sich auf Termin für die Urwahl fest

Gemeinderat legt sich auf Termin für die Urwahl fest

Den 31. Mai 2015 sollten sich die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Quierschied dick im Kalender anstreichen. Denn an diesem Sonntag soll die Urwahl der Nachfolgerin oder des Nachfolgers von Bürgermeisterin Karin Lawall (SPD) stattfinden. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend entschieden. Die Bestätigung des Termins durch das Innenministerium gilt als reine Formsache.

"Meine Amtszeit endet am 31. Januar 2016", sagte Bürgermeisterin Karin Lawall am vergangenen Donnerstag im Gemeinderat und erklärte, dass der Wahltermin wegen gesetzlicher Fristen "zwischen Anfang Mai und Ende September liegen muss". Die Verwaltung habe nach verschiedenen Vorgaben unterschiedliche Termine geprüft. "Dabei mussten nicht nur Ferientermine und Brückentage berücksichtigt werden. Man muss auch mögliche Einsprüche gegen eine Stichwahl bedenken", sagte Quierschieds Hauptamtsleiter Axel Matheis zum Verfahren, "dazu muss man es der erfolgreichen Bewerberin oder dem erfolgreichen Bewerber ja ermöglichen, das bisher bestehende Arbeitsverhältnis fristgerecht zu kündigen."

Ebenso einstimmig wie den Wahltermin billigte der Gemeinderat die Stellenausschreibung. Diese soll nun am 21. Februar veröffentlicht werden.

"Wir hätten es auch früher machen können", sagte Matheis mit einem Augenzwinkern, "aber eine Stellenausschreibung für das Bürgermeisteramt an Faschingssamstag zu veröffentlichen, hielten wir für unpassend."

Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters oder der neuen Bürgermeisterin werde acht Jahre betragen, weil künftig Kommunal- und Urwahlen zusammengelegt werden sollen. Als Verwaltungschef oder -chefin wird man in die Besoldungsgruppe A16 eingestuft - das bedeutet, man verdient etwas über 5000 Euro im Monat (Quelle: oeffentlicher-dienst.info). Wählbar ist jede oder jeder Deutsche im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes und alle EU-Bürgerinnen und -Bürger, die die Wählbarkeit zum EU-Parlament besitzen. Nicht gewählt werden kann, wer bei Beginn der Amtszeit das 65. Lebensjahr vollendet hat.

Bis zum 26. März - also 66 Tage vor der Wahl - haben Bewerberinnen und Bewerber dann die Möglichkeit, ihren Hut in den Ring zu werfen und - falls notwendig - die notwendigen 99 Unterstützerunterschriften zu sammeln. Wie viele und welche Kandidaten ins Rennen um den Chefsessel im Quierschieder Rathaus gehen, ist derzeit noch völlig offen. Aus Kreisen von SPD und CDU hörte man zuletzt öfter, dass man keine eigenen Bewerber aufbieten möchte, sich dafür aber vorstellen kann, einen unabhängigen Kandidaten zu unterstützen. Hier fällt immer häufiger der Name Lutz Maurer. "Ich werde mich dazu Anfang März äußern", sagte der Vorsitzende der SpVgg. Quierschied am vorigen Donnerstag. Durchaus denkbar ist aber auch, dass sich Menschen aus den Reihen anderer politischer Gruppierungen berufen fühlen, Verantwortung in der Gemeinde zu übernehmen. Sollte das geschehen, dürfte der 31. Mai 2015 ein spannender Tag für Quierschied werden.