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Hochwasserschutz: Gemeinde will den Hochwasserschutz verbessern

Hochwasserschutz : Gemeinde will den Hochwasserschutz verbessern

Vorbereitende Rodungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Renaturierung des Fischbachs beginnen im Oktober.

Mehr Natur. Mehr Raum für Pflanzen und Tiere. Mehr Lebensqualität für Menschen. Aber auch mehr Schutz vor Hochwasserern.

Das sind die Hoffnungen, die man vielerorts mit der sogenannten „Renaturierung von Fließgewässern“ verbindet. Auch in der Gemeinde Quierschied, wo im Oktober die vorbereitenden Rodungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt zur Renaturierung des Fischbachs beginnen sollen. Doch warum ist der Fischbach in Quierschied auch für Saarbrücken relevant? Weil er zum Beispiel am 3. Juli 2009 bei sintflutartigen Regenfällen so stark anstieg, dass auch Rußhütte unter Wasser stand und auf dem Rodenhof das Wasser in die Keller drückte. 

„Einen 100-prozentigen Hochwasserschutz können wir nicht erreichen“, stellte Stephan Schmidt für die SPD-Fraktion im Quierschieder Gemeinderat fest. Dort wurden  die Entwurfspläne der Firma „Landschaftsagentur Plus“ vorgestellt. „Die Hochwasserwelle wird verzögert und gedämpft“, erklärte Unternehmenssprecherin Sinem Agacik, „nicht in allen Bereichen wird eine Verbesserung des Hochwasserschutzes möglich sein. Das Hauptaugenmerk der Maßnahme liegt auf der Renaturierung.“ Gearbeitet werden soll in verschiedenen Abschnitten des Bachlaufs, beginnend bei der Tankstelle in der Humes. Bachschlingen, so genannte Mäander,  sollen ebenso angelegt werden wie Flutmulden, die beispielsweise bei Starkregenereignissen für eine Entlastung des Fischbachs sorgen können.

Im Laufe der Diskussion regte Gernot Abrahams von den Freien Wählern an, die Einleitung von Grubenwasser erst kurz vor dem Netzbachweiher durchzuführen. Laut seinen Informationen gibt es dort bereits eine ältere Wasserleitung. „Damit könnte eine Entlastung auf weiteren 800 Metern erreicht werden“, sagte der Fischbacher Abrahams. Die Arbeiten am Fischbach sollen rund sechs Monate dauern, danach sind für drei Jahre landschaftspflegerische Maßnahmen vorgesehen. Was das Gesamtpaket kosten wird, steht noch nicht fest.