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Frisches Bauland für junge Familien

Frisches Bauland für junge Familien

In seiner nächsten Sitzung wird der Gemeinderat in Quierschied erneut über den Bebauungsplan des Neubaugebietes „In der Brückenwies“ debattieren. Und es geht um das Stimmrecht im Zweckverband ÖPNV.

Am Donnerstag (16. Oktober) tritt um 18 Uhr der Quierschieder Gemeinderat zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Im Rathaus geht es dann zunächst um die zuletzt umstrittene Besetzung der Fach-Ausschüsse (wir berichteten mehrfach). Deren Größe und Zuschnitt wurde bereits in der letzten Sitzung verabschiedet, nur über die Sitzverteilung gab es Ärger.

Unbestritten zukunftsweisend ist das neue Wohngebiet "In der Brückenwies". Am Quierschieder Ortseingang aus Richtung Sulzbach kommend sollen 20 neue Baugrundstücke entstehen. Zwischen 370 und 730 Quadratmeter Grundfläche sollen dann insbesondere junge Familien in die Gemeinde locken. "Wir können damit eine bauliche Lücke schließen", sagt Bürgermeisterin Karin Lawall zu dem nun zur Verabschiedung vorliegenden Bebauungsplan, "andernfalls hätte es von der Kommunalaufsicht auch keine Zustimmung gegeben. Die Städte und Gemeinden sind angehalten, vorrangig innerörtliche Baulücken zu schließen, bevor neue Wohngebiete erschlossen werden dürfen."

Die Fläche in unmittelbarer Ortseingangslage ist knapp 1,3 Hektar groß. "Läuft alles nach Plan, könnte bereits im Frühjahr 2015 mit der Erschließung des Neubaugebietes begonnen werden", blickt die Verwaltungschefin nach vorne. Für die Erschließung hat sich die Gemeinde einen Partner gesucht. Die Firma "Planen-Bauen-Wohnen" (PBW) aus Völklingen soll als Träger die notwendigen Arbeiten ausführen. "Der Erschließungsvertrag ist geschlossen", so Lawall, "wir haben mit dieser Firma schon bei anderen Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht."

Der Bebauungsplan für das Neubaugebiet "An der Brückenwies" war schon einmal im Rat, musste aber nun nach Einwänden und nachfolgenden Gesprächen mit Anwohnern noch einmal angepasst werden. Eine Anpassung erfolgen muss auch beim Bebauungsplan, der im Amtsdeutsch "Q302-Heinrichshaus II" heißt und das angrenzende, schon bestehende Wohngebiet umfasst.

Baulich schon abgeschlossen, aber am Donnerstag dann auch rechtssicher umgewidmet in Parkplätze wird ein Teil der Marienstraße. Eine Formalie, bei der es sicher weniger Diskussionsbedarf geben wird wie beim Thema Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Hier berät der Gemeinderat über den Wirtschaftsplan für den sogenannten "kleinen Zweckverband" im laufenden Jahr sowie über eine Änderung dessen Satzung. Dabei geht es um die Neuverteilung der Stimmenverhältnisse in der Zweckverbandsversammlung. Bislang hatte jede Kommune pro 1000 Einwohner eine Stimme. Das führte dazu, dass die Landeshauptstadt Saarbrücken mehr Stimmen hatte als alle anderen Kommunen gemeinsam und somit quasi allein Entscheidungsträger war. Künftig soll jedes Mitglied in besagtem Zweckverband nur eine Stimme haben.