Frauen und Senioren im Fokus

Am kommenden Donnerstag, 27. April, tritt der Quierschieder Gemeinderat zu seiner 25. Sitzung dieser Legislaturperiode zusammen. Ein Schwerpunkt der Tagesordnung bildet die Arbeit des Seniorenbeirates der Gemeinde. Dabei geht es zunächst um die Nachfolge von Gabriela Rodewald. Die Vertreterin des VdK ist wegen Umzugs von Göttelborn in den Stadtbezirk Dudweiler aus dem Seniorenbeirat zurückgetreten. Ihre Nachfolge soll Christine Argast aus Quierschied übernehmen. So jedenfalls lautet der Vorschlag der VdK-Vorsitzenden Inge Horf. Die Ernennung ist eigentlich nur eine Formsache, im Anschluss dran wird der Vorsitzende des Seniorenbeirates den anstehenden Tätigkeitsbericht den Ratsmitgliedern vorlegen.

Neben den Senioren werden am Donnerstag die Frauen im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Denn die Verwaltung will den sogenannten Frauenförderplan für die Jahre 2017 bis 2020 vorstellen. Erstmals enthält dieser Plan verbindliche Zielvorgaben zum Abbau der Unterrepräsentanz von Frauen in den jeweiligen Besoldungs- und Entgeltgruppen sowie auf den Vorgesetzten- und Leitungsebenen. Dabei wird die "normale Verwaltung" getrennt vom Bereich Bauhof betrachtet.

In den gemeindlichen Kindertagesstätten - im Amtsdeutsch: "Sozialer und erzieherischer Dienst" - waren zum Stichtag 30. Juni 2016 97 Prozent der Beschäftigten weiblich und die drei Leitungsstellen sowie die Stellen der stellvertretenden Leitung durch Frauen besetzt. "Ein modernes und zukunftsfähiges Personalmanagement zeichnet sich ebenfalls dadurch aus, dass die Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit durch das Unternehmen unterstützt werden", sagt Quierschieds Bürgermeister Lutz Maurer, "der Frauenförderplan weist auch hier Zielvorgaben und Möglichkeiten aus, die geeignet sind, dass betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Familienpflichten neben ihrer Erwerbstätigkeit nachkommen können."

Für deutlich weniger Gesprächsstoff als in der Vergangenheit wird der Haushalts- und Stellenplan des Zweckverbands Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal sorgen. Nach Beilegung des Finanzierungsstreits im vergangenen Jahr (wir berichteten mehrfach) zahlt Quierschied einen festgelegten Beitrag von 135 000 Euro. Quierschieds Vertreter in der Zweckverbandsversammlung konnten somit den Planungen der Schulleitung bereits vorab zustimmen. Dies fiel umso leichter, denn, so heißt es in der Sitzungsvorlage: "Mit Blick auf die Haushaltsentwicklung gilt es festzuhalten, dass die Sparbemühungen des Zweckverbandes bereits 2017 greifen und der Zuschussbedarf um 123 000 Euro sinken wird."