Fleißige Hände im Backfieber

Über 8000 Zimtwaffeln wurden beim Quierschieder Weihnachtsmarkt hergestellt. Daneben gab es viel Selbstgebasteltes an den 17 Buden. Und die Gemeinde lud zum „Tag der offenen Kirchentür“ ein.

Der Samstag vor dem zweiten Advent ist für viele Quierschieder die schönste Einstimmung auf Heiligabend. Denn dann feiert die Gemeinde ihren Weihnachtsmarkt. Und dann dürfte dabei wohl ein vorweihnachtlicher Rekord im Sulzbach- und Fischbachtal aufgestellt worden sein.

Alles beginnt am Stand des Kneipp-Vereins. Dort weht den Besuchern Zimtduft in die Nase. "Mmmm, doo riechdds guud", meint ein vorbeischlenderndes Ehepaar. Vorsitzende Roswitha Riechert schmunzelt: "Wir bieten Zimtwaffeln an." Die Kneipp-Damen leisten in ihrer Holzbude Akkord-Arbeit im Schichtbetrieb: Kneten, Backen, Zuschneiden. "Wenn wir die 55 Kilogramm Teig komplett verarbeitet haben, werden es rund 350 Tütchen sein", rechnet Riechert vor: "Das sind dann über 8000 Waffeln." Damit das reibungslos gelingt, sind vier Waffeleisen im Dauereinsatz, von denen schon mindestens eines im Laufe des Tages den Geist aufgibt: "Das hann mir kabuttgebackdd", erklärt Riechert, die mit viel Spaß und Engagement bei der Sache ist.

Viele Stammkunden haben die Frauen mittlerweile. Der Erlös kommt, wie bei den meisten Standbetreibern auf dem Weihnachtsmarkt, der Vereinskasse zu Gute. Im Dauereinsatz sind auch die Mitglieder des TV Quierschied , deren frische "Grumbeerkichelcher" sich ebenfalls als Verkaufsschlager erweisen. Teilweise kamen die fleißigen Hände nicht mehr nach, und der Verkauf stockte immer wieder für kurze Zeit. An 17 Buden gab es neben selbstgemachten "Mäc Wambe-Burgern" auch Erbsensuppe, Crêpes, Waffeln und Glühpunsch in allen Varianten. Das Rote Kreuz Quierschied (DRK) zeigte Herz und bediente alle Grillfans mit Deftigem vom Rost. Die Gemeinschaftsschule (GemS) Quierschied versprach an ihrem Stand per Aushang "Alles handgemacht" und bot neben fair gehandelten Produkten "Winter-Wohlfühl-Tee" und gewerkelte Holzpilze an.

Leichtes Spiel hatte der Nikolaus mit seinem Gefolge. Zusammen mit Knecht Ruprecht sowie einem Engel zog er die Kleinen schnell in seinen Bann und verteilte Geschenke. Je später es wurde, desto mehr Besucher drängten sich durch die Standgassen in der Marienstraße, dem Bereich Triebener Platz und dem Kirchenvorplatz. Wer eine kleine Auszeit vom Budenzauber brauchte, konnte im Laufe des Tages die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt aufsuchen. Besinnliche Texte und vorweihnachtliche Musik luden dort zum Verweilen ein und sorgten im Rahmen des "Tags der offenen Kirchentür" für eine heimelige Atmosphäre.

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