Faustdicke Überraschung fürs närrische Urgestein

Faustdicke Überraschung fürs närrische Urgestein

Alle haben dichtgehalten. Und so gelang ein prächtiger Abend als Dankeschön für eine offenkundig sehr beliebte Frau: Monika Arendt, die langjährige Vorsitzende des Göttelborner Karnevalsvereins ,,Von der Höh".

Die große Überraschung ist den Karnevalisten gelungen. Das ist der völlig überwältigten Monika Arendt ins Gesicht geschrieben. Eigentlich hat die ehemalige Vorsitzende des Göttelborner Karnevalvereins "Von der Höh" damit gerechnet, von ihrem Michael schick zum Essen ausgeführt zu werden.

Es fließen Freudentränen

Doch das Auto steuerte schnurstracks auf das Zentrum des Vereinslebens zu: die Mehrzweckhalle an der Grundschule, wo sie sich 40 Jahre im Vorstand und die Hälfte davon an der Vereinsspitze mit ganzer Kraft engagiert hat. Und als sie da vor dem Spalier aus Vereinskameraden, befreundeten Karnevalisten und hochrangigen Karnevalsfunktionären bis hin zum VsK-Präsidenten Klaus-Ludwig Fess steht, da strahlt sie vor Freude über das ganze Gesicht.

Gleichzeitig aber wollen die Freudentränen aus den funkelnden Augen fließen. Langsam durchschreitet sie das Spalier. Ab und zu macht sie Halt, herzt einen lieben Bekannten. Wie den VsK-Ehrenpräsidenten Horst Wagner. Und ihre Familie, die am Tisch direkt vor der Bühne auf sie wartet. Eltern, Kinder, Schwiegerkinder und Enkelchen stehen da. Während der Narrhallamarsch schon verstummt ist und das rhythmische Klatschen der Gäste in Ovationen übergeht, entschließt sich Karnevalistin "Moni", noch einmal zurückzugehen. Und jeden Einzelnen zu begrüßen.

Ihre Nachfolgerin im Amt der Vorsitzenden, Michaela Saar-Michel, hält die Laudatio.

Zunächst gibt sie zu, dass sie heilfroh ist, dass das Geheimnis des Überraschungsempfangs bis zum Schluss gehalten hat. Gleich zu Beginn des Einladungsschreibens stand da groß, fett und in Kapitelschrift: "ACHTUNG! STRENG GEHEIM! MONI HAT KEINEN SCHIMMER!" Die Vorsitzende: "Doch wo rufen die Saarländer an, wenn sie sich anmelden sollen? Genau! Da wo sie immer anrufen." Also bei der Moni. Wie die dann doch im Glauben an ein schickes Abendessen bleiben konnte, verraten die Beteiligten nicht. Die Angelegenheit löst sich in Lachen auf. Und ein Lachen dringt durch. Michaela Saar-Michel sagt dann auch wenig später: "Dein Lachen ist so ansteckend, dass es uns bei der Theater-Generalprobe total aus dem Konzept gebracht hat." Die erste von vielen Anekdoten des Abends. Ging es um die Vorbereitungen zu den Veranstaltungen , konnte die Vorsitzende auch durchgreifen: "Beim Aufbau führte sie ein strenges Regiment, dann hat auch der Michael schon einmal ,Lack kritt'." Dem galt es dann auch noch zu danken. Unter anderem hat er über all die Jahre bei den Veranstaltungen den Fahrdienst übernommen und so womöglich allerhand Führerscheine gerettet, bevor sie in Gefahr geraten sind.

Ein bisschen Programm gab es zum Abschied aus Monis Vorstandsarbeit dann auch noch. So tanzte die Minigarde ihren Schautanz mit Biene Maja, Bienenfreundinnen und Heuschrecke Flip.