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Eine Ausnahme für einen Langzeitkämpfer

Eine Ausnahme für einen Langzeitkämpfer

Zur Ehrung zweier verdienter Männer war auch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer nach Göttelborn gekommen. Erstmals wurde ein Parteimitglied mit der Auszeichnung bedacht.

"Großes entsteht immer im Kleinem", so lautet die Imagekampagne des Saarlandes, und so kann man auch den Neujahrsempfang der CDU in Göttelborn trefflich beschreiben. In seiner Rede stellte Joachim Bauch, der Vorsitzende der Göttelborner Christdemokraten, nämlich zunächst die Ehrenamtler in den Mittelpunkt: "Menschen, die einfach da waren und mitgeholfen haben." Zwei davon wurden für ihren Einsatz für die Dorfgemeinschaft mit dem "Goldenen Herzen" ausgezeichnet. In diesem Jahr gab es gleich zwei Preisträger. Horst Thewes und sein Drogeriemarkt sind eine Institution in Göttelborn . Der 68-jährige engagierte sich unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz und in ganz verschiedenen Funktionen in der Pfarrgemeinde St. Josef. "Er hat ein offenes Ohr und Herz für alle, die zu ihm kommen", lobte Laudator Bauch. Die "Goldenen Herzen" verleiht die CDU Göttelborn seit über zehn Jahren, eigentlich an Menschen, die sich außerhalb der Parteien einbringen - dieses Mal wurde Gilbert Schmidt zur berühmten Ausnahme. Seit über 40 Jahren kämpft er für den Lärmschutz im Ort, arbeitet für Umweltschutz und kümmert sich um Kindergartenkinder. Die Ehrungen wurden vorgenommen von der CDU-Landesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer .

In ihrer Rede bezog die Ministerpräsidentin dann klar Stellung zu weltpolitischen Themen, deren Auswirkungen auch im Saarland deutlich spürbar sind. Kramp-Karrenbauer stellte fest, "dass wir die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, begrenzen müssen." Dazu sollte man die Lebensbedingungen vor Ort verbessern, damit Menschen gar nicht erst zu Flüchtlingen werden. Europa müsse eine gemeinsame Antwort geben. "Staaten, die sich bei der Lastenverteilung einen schlanken Fuß machen, muss man Druck machen", sagte die Regierungschefin, "wer sich an den Lasten nicht beteiligt, bekommt auch die Leistungen nur zum Teil". Der Bundesfinanzminister sollte den vorhandenen Überschuss aus dem Haushalt zunächst an die Städte und Gemeinden und die Länder weitergeben, die die Hauptlast der Flüchtlingskrise tragen, damit "wir die Aufgaben vor Ort ordentlich erledigen können". Dazu haben auch die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer beigetragen - auch in Göttelborn .