Ein Wiedersehen vor der Kirche

Offiziell gefeiert wurde jetzt die Fertigstellung des neuen Platzes vor der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Quierschied. Groß war dabei die Wiedersehensfreude mit dem Ex-Pastor.

Mit einer kleinen Feierstunde wurde am vergangenen Samstagabend der neu gestaltete Vorhof der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Quierschied eingesegnet. Etwa 250 Besucher hatten bereits vorher der Messe im Gotteshaus beigewohnt, die vom ehemaligen Pastor der Kirchengemeinde, Markus Wirth, geleitet wurde. Nach etwa einjähriger Auszeit war er an den Ort zurückgekehrt, an dem er zuvor elf Jahre gewirkt hatte. Dementsprechend emotional empfand er sein Wiederkommen: "Es war schon erhebend".

Der Geistliche war maßgeblich an der Initialzündung zum Umbau des Vorplatzes beteiligt. Die alten Waschbetonsteine, die den Platz vorher zierten, waren sichtbar in die Jahre gekommen und wegen der Schieflage der Kirche uneben geworden. Eine Frau sei eines Winters deswegen gestolpert und gefallen. Es sei zwar Gott sei Dank nichts Schlimmeres passiert, "aber es war gravierend genug, um etwas zu tun", so Markus Wirth. Der neue Vorplatz sei nun so angelegt, dass eine gute Synthese zwischen Kirche und Zivilgemeinde entstanden sei.

Respekt vor Innenarchitektur

Bei der Neugestaltung des Vorplatzes sei man sehr respektvoll mit der Innenarchitektur der Kirche umgegangen, findet auch Bauleiterin Christiane Kerker vom Landschaftsarchitekturbüro Dutt und Kist: "Wir haben das Projektziel nie aus den Augen verloren." So habe man mit den neuen Steinen auf dem Platz das Flächenmaß der Kirche aufgegriffen. Gleichzeitig integriere sich die Farbwahl der Steine in die bereits bestehende Coloration der angrenzenden Marienstraße. Die neuen Geländer wurden vom örtlichen Kunsthandwerker Wolfgang Raber angefertigt und bestechen durch kleine Details, die die Handschrift des Künstlers tragen: "Das ist etwas sehr Originelles für Quierschied ", sagte Christiane Kerker. Schwierig sei es während des Umbaus vor allem gewesen, die vielen Höhenunterschiede auszugleichen, die wegen der Schieflage der Kirche entstanden seien.

Trotz aller Widrigkeiten während der Arbeiten, zu denen noch sehr viel Rückbau wegen der verschachtelten Bauweise gehört habe, ist man jederzeit im Kostenrahmen geblieben, erklärte Karin Lawall , Quierschieds Bürgermeisterin.

130 000 Euro haben die Arbeiten gekostet, 40 000 Euro kamen vom Bistum Trier , der Rest entfällt auf Bund, Land und die Gemeinde. Wobei es für die Bürgermeisterin wichtig ist, zu betonen, dass Quierschieds Eigenanteil lediglich knapp 10 000 Euro beträgt. Zukünftig solle der Vorplatz auch für Veranstaltungen genutzt werden, und er werde zum Beispiel in den Weihnachtsmarkt integriert. Mit dem Ergebnis zeigt sich die Bürgermeisterin zufrieden: "Der Platz ist eine Begegnungsstätte für Kirchengemeinde und Bürger."