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Ein echter Hingucker: der Göttelborner Umzug

Ein echter Hingucker: der Göttelborner Umzug

Göttelborn. Der weiße Riese, der 80 Meter hohe Förderturm, das Wahrzeichen der ehemaligen Grube, war gestern im Nebel verschwunden. Unübersehbar, vor allem aber nicht zu überhören war die tanzende und singende Narrenschar, die erst "es Unnerdorf" runter- und dann die Hauptstraße hochmarschierte. Der Göttelborner Fastnachtsumzug war mal wieder ein wahrer Hingucker

Göttelborn. Der weiße Riese, der 80 Meter hohe Förderturm, das Wahrzeichen der ehemaligen Grube, war gestern im Nebel verschwunden. Unübersehbar, vor allem aber nicht zu überhören war die tanzende und singende Narrenschar, die erst "es Unnerdorf" runter- und dann die Hauptstraße hochmarschierte. Der Göttelborner Fastnachtsumzug war mal wieder ein wahrer Hingucker. Es sind die vielen bunten Fußgruppen, die die besondere Attraktivität des Heher Gaudiwurms ausmachen. Monika Arendt, die Chefin des Karnevalvereins "Von der Höh" Göttelborn, nahm das trübe Wetter mit Humor. "Ich hann anscheinend doch net genuch gebäät", meinte sie. Ortsvorsteher Bernd Quint verteilte kleine flüssige Muntermacher an alle, die "Hier!" riefen. Und das waren einige. Auch eine gute Masche, um die Stimmung anzuheizen. Die war bei Elferratschef Hardy Paul sowieso bestens. Schließlich hatte am Samstag sein Lieblingsverein FC Köln bei den Bayern gewonnen. Stolz zeigte Paul jedem seinen FC Köln-Schal und erklärte: "Denne zieh' ich so schnell nemmee aus." 34 Fußgruppen und Wagen sowie fünf Musikzüge waren am Sonntag gekommen. Und sie machten ganz schön Stimmung. Zugchef Wolfgang Breuer freute sich über die riesige Narrenschar und schätzte die Akteure im närrischen Gaudi-Wurm auf knapp 1000. Dazu kamen unzählige Narren, die sich das farbenfrohe Spektakel am Straßenrand oder vom Wohnzimmerfenster aus anschauten. Und wie schon im vergangenen Jahr, führten die rote Bürgermeisterin Karin Lawall, verkleidet als Piratin, und der schwarze Göttelborner Ortsvorsteher Quint, verboozt als feudaler Herr, den närrischen Gaudiwurm an. "Schwarz und Rot in einem Boot" - das geht wohl nur über die Faasend gut. Bewegung war gestern angesagt. Und die Gardemädchen zeigten, wie's geht. Allerlei lustig verboozte Gestalten marschierten mit. Da waren große Babys zu sehen, aber auch große Zwerge zu bestaunen. Eine Gruppe von Schafen hatte sich auf den weiten Weg gemacht. Die Mitglieder der Rot-Kreuz-Jugend kamen als Chinesen daher. Die Aerobic-Gruppe des Turnvereins machte Station auf dem Bauernhof und reimte: "Fühlt der Bauer sich allein, geht er in den Turnverein." Musik machten die Köllertaler Spitzbuben, die Musikvereine Wiesbach und Quierschied, der Instrumentalverein Eppelborn und der Musikzug der Feuerwehr Quierschied. Wem nach dem langen Marsch die Füße noch nicht weh genug taten, der tanzte in der Mehrweckhalle zur "For Dance-Musik weiter. ll