Duell der Aufsteiger

Noch in der vergangenen Saison spielten sie beide in der Verbandsliga Südwest. Nach dem Aufstieg in die Saarlandliga sind die Spvgg. Quierschied und der TuS Herrensohr sehr unterschiedlich gestartet.

Noch in der vergangenen Saison dominierten die Sportvereinigung Quierschied und der TuS Herrensohr die Verbandsliga. Nach dem gemeinsamen Aufstieg in die Fußball-Saarlandliga kommt es am Samstag um 15 Uhr im Stadion am Franzenhaus wieder zum Aufeinandertreffen. "Die Rivalität zwischen unseren Mannschaften ist seit jeher groß", sagt Torsten Büchel. "Schon in der Verbandsliga haben wir uns packende Duelle geliefert, die wir häufig für uns entscheiden konnten". Der Kapitän der Spvgg. ist sich sicher, dass in der Partie gegen den Ligakonkurrenten einiges geboten sein wird. In der abgelaufenen Saison gewannen die Quierschieder deutlich mit 5:2. Das Rückspiel endete 2:2. Am Franzenhaus konnte sich der TuS Herrensohr seit Langem nicht mehr gegen Quierschied durchsetzen. Doch die Gastgeber stecken als 15. mit nur sechs Punkten in der Krise.

"In der aktuellen Situation ist eher Quierschied unter Druck", weiß Bernd Eichmann. Der Trainer des TuS Herrensohr sieht dem Spiel gelassen entgegen. Nach den Erfolgserlebnissen der laufenden Saison - seine Mannschaft steht auf Platz fünf - eine nachvollziehbare Einstellung. Am Mittwoch besiegte Eichmanns Truppe den Bezirksligisten des FC Bierbach mit 3:0. Damit steht die Mannschaft wie Quierschied im Achtelfinale des Saarlandpokals, das bei der SG Thalexweiler-Aschbach 2:1 gewann. Die Auslosung für die Finalrunde findet am Sonntag in Quierschied statt. Beide gehen also mit Rückenwind in die Partie. Dennoch nimmt das Ligaspiel niemand auf die leichte Schulter. "Wir orientieren uns nicht am Tabellenplatz der Spvgg.", sagt der Co-Kapitän des TuS Herrensohr, Marc Hümbert: "Wir haben uns in der Vergangenheit gegen Quierschied immer schwer getan und sind dementsprechend gewarnt." Erschwerend für den TuS Herrensohr ist der Ausfall zweier Stammspieler aus der Defensivabteilung. Kapitän und Abwehrchef Kay Rohrbacher muss mit Knieproblemen draußen bleiben. Mittelfeldmann Alexander Otto fällt wegen eines Auslandsaufenthalts gleich für ein ganzes Jahr aus.

"Das ist natürlich ein Verlust für uns", sagt Trainer Eichmann. "Aber wir haben die Möglichkeit, das zu kompensieren". Derzeit sieht es danach aus, dass Clemens Baltes Alexander Otto auf der Sechserposition ersetzen wird. Der Ausfall dieser Stammspieler könnte den Quierschiedern im Angriff dennoch zum Vorteil werden. "Wir werden versuchen, tief zu stehen und schnelle Konter zu setzen", verrät Kapitän Büchel. "Wenn wir dieses Konzept umsetzen, stehen unsere Chancen nicht schlecht." Vor allem dann, wenn die Hintermannschaft des TuS nicht eingespielt sein sollte.