| 20:44 Uhr

Trotz der Trockenphase
Die Wasserversorgung in der Gemeinde ist gesichert

Quierschied. Rund 38 000 Kubikmeter Wasser verbrauchen die die Menschen in den Gemeindebezirken Quierschied und Göttelborn in einem „normalen“ Sommermonat. Hinzu kommen noch einmal rund 9000 Kubikmeter für die Bevölkerung in Fischbach.


In diesem Jahr liegen die Zahlen deutlich höher. „Das ist fast wie im Jahrhundertsommer 2003. Im Juli haben wir in Quierschied und Göttelborn etwa 49 000 Kubikmeter benötigt, in Fischbach waren es 13 000“, berichtet Wolfram Prinz, kaufmännischer Werkleiter der Gemeindewerke Quierschied. Engpässe wie andernorts habe es in der Gemeinde bislang nicht gegeben. „Wir haben in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat wichtige Voraussetzungen geschaffen“, begründet Prinz, „so wurde die Hauptzuleitung nach Fischbach unter der Autobahn erst kürzlich komplett erneuert.“


Prinz erläutert eine Grundsatzentscheidung der Werkleitung: „Unser Augenmerk liegt grundsätzlich auf der Versorgungssicherheit. Wenn die Menschen den Hahn aufdrehen erwarten sie, dass Wasser kommt. Und dabei müssen wir im Sommer wie im Winter die Vorgaben der Trinkwasserverordnung einhalten. Ein Rohrbruch im Ort ist ärgerlich, aber schnell zu flicken. Ein Leck in der Zubringerleitung ist deutlich schlimmer.“

Der Ortsteil Fischbach wird über die Stadtwerke Saarbrücken versorgt, im Notfall kann jedoch Trinkwasser über die energis GmbH bezogen werden, die derzeit den Bereich Camphausen versorgt. Durch diese duale Versorgung lassen sich Engpässe ausgleichen, heißt es zum Thema weiter.



„Die Extrem-Wetterereignisse haben in den letzten Jahren zugenommen“, sagt Wolfram Prinz und: „Das gilt für Starkregen-Ereignisse ebenso wie für längere Trockenphasen.“ Und während bei den einen die Kapazität der Leitungen auch mal erschöpft sein kann und somit Überschwemmungen die Folge sind, besteht bei zu langer Dürre eine gestiegene Gefahr für Rohrbrüche. „Die Austrocknung des Bodens wirkt sich teilweise bis zu einer Tiefe von zwei Metern aus“, sagt Prinz.

Des Weiteren erklärt er: „Niemand in der Gemeinde Quierschied muss sich Sorgen um die Wasserversorgung machen. Eine Knappheit droht nicht. Aber ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Grundnahrungsmittel Wasser schadet sicher auch nicht.“