Fortschritte am Bau: Die Q.lisse ist ein echter Blickfang

Fortschritte am Bau : Die Q.lisse ist ein echter Blickfang

Baustellenbesuch in Quierschied: Der Kultursaal in der Ortsmitte strebt der Vollendung zu. Architekt Thomas Hepp spricht von einem Unikat in Korrespondenz zur Kirche Maria Himmelfahrt.

Baustellen haben etwas Faszinierendes an sich, vor allem dann, wenn die Arbeiten am und im Gemäuer schon weit fortgeschritten sind. Mitunter erzeugen sie Aufbruchstimmung und Vorfreude auf die künftige Nutzung. Besichtigungstermin in Quierschied, hier entsteht bekanntlich der Kultusaal in der Ortsmitte, der künftig unter dem Namen Q.lisse firmiert. Ein eleganter Schriftzug an der Außenfassade wird davon erzählen. Beim Baustellenbesuch mit dabei: Thomas Hepp vom Saarbrücker Architekturbüro Hepp+Zenner, er hat das stolze Haus konzipiert. Dazu Bürgermeister Lutz Maurer, Bauamtsleiter Jörg Schmitt und Hauptamtsleiter Axel Matheis. Zwei Eingänge gibt es zum Haus der Kultur, einer von der Rathausstraße und einer vom Marktplatz her. Auch die Geschäftsstelle der Sparkasse, die hier Einzug halten wird, ist vom Marktplatz aus zugänglich. Durch den Eingang links daneben betreten wir die Q.lisse. Da fällt auch gleich der Grundstein ins Auge, der das Datum 30. Juni 2016 trägt. Hier stehen wir auch  sogleich im Garderoben-Bereich und nehmen anschließend die sanitären Anlagen in Augenschein. Schlichte Eleganz kann man ihnen bescheinigen, mit Türgriffen, die man durchaus als prägendes Stilelement bezeichnen darf. Das Anschauen lohnt sich. Wie übrigens das gesamte Bauwerk, das weder protzig ist noch schnörkelig.

Auf  gastronomischen Betrieb habe man verzichtet, so Bürgermeister  Maurer, gleichwohl gibt es hier eine Catering-Küche, in der man kleine Gerichte zubereiten und anrichten kann. Ein Kühlhaus für Lebensmittel und Getränke gehört auch dazu.

Wunderschön und sehr robust: das Eiche-Parkett gelaugt, das den großen Veranstaltungssaal ziert. Es ist hell und dunkelt kaum nach, wie man erfährt. Gewiss von selbst versteht sich, dass sowohl beim Licht als auch beim Sound nicht die Billig-Variante gewählt worden ist, sondern Technik, die sich sehen lassen kann. Der Saal ist nach Angaben von Thomas Hepp für 299 Besucher ausgelegt. Eine klasse Sache am Rande: Es gibt ausfahrbare Tischwägen auf einer Länge von sieben Metern unter der Bühne. Das heißt: Man kann die Tische nach Belieben hervorzaubern und auch wieder verschwinden lassen, viel schleppen muss hier niemand mehr.

Dem Architekten war auch wichtig, das Tageslicht weidlich auszunutzen, und damit die künstliche Beleuchtung in den Hintergrund zu drängen. So finden sich im großen Saal beidseitig fast raumhohe Fenster, wodurch die Sonne die Szenerie durchflutet. Manierliche Lüftung und Klimatisierung gesellen sich hinzu.

Wir wollten hier ein Unikat platzieren - in Korrespondenz zur Kirche“, erklärt Thomas Hepp die Intention seines Hauses. Bis Ende des Jahres, so fügt er noch hinzu, soll auch der Außenbereich fertiggestellt sein, und dann werde die Q.lisse „ihre komplette Wirkung entfalten.“ In diesem Zusammenhang sei unbedingt auch die hochwertige Naturstein-Fassade erwähnt, sie unterstreicht die reduzierte Formensprache.

3,9 Millionen Euro beträgt das Bauvolumen, gleichwohl wurde hier „nicht geaast“, sind sich alle Beteiligten einig. Der Kostenrahmen wurde laut Verwaltungschef Maurer nicht gesprengt, man habe, so sagt er, „fast eine Punktlandung“ hingelegt. Wobei die vier Herren bei der Besichtigung auch betonten, dass regionale Unternehmen an der Erstellung des Bauwerks beteiligt sind und waren. Allein der Bühnentechniker, den habe man aus Hessen hierher geholt.

So sieht das lichtdurchflutete Foyer aus.  Auch hier wird noch gearbeitet. Mitte September findet die offizielle Einweihung des Hauses statt. Foto: Thomas Seeber
Blick vom Außengelände auf die Q.lisse. Drumherum soll die Gestaltung bis Jahresende abgeschlossen sein. Foto: Thomas Seeber
In wohltuend schlichter Eleganz präsentieren sich auch die sanitären Anlagen des Hauses. Foto: Thomas Seeber

Von „hoher Ausbau-Qualität“ spricht Thomas Hepp, in acht Wochen kann man sich davon überzeugen. Denn von 15. bis 17. September finden die Einweihungsfeierlichkeiten statt.

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