1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Quierschied

Die meisten Hunde leben in Quierschied

Die meisten Hunde leben in Quierschied

Friedrichsthal liegt bei der Hundesteuer vorn. Und Anfang 2016 soll die nächste Erhöhung folgen. Die niedrigste Steuerlast für den „treuesten Freund des Menschen“ wird in Sulzbach erhoben.

"In Sulzbach sind 800 Hunde angemeldet", berichtet Elmar Müller von der Pressestelle der Stadt. 55 000 Euro an Steuern kommen so jährlich in die Stadtkasse. Dabei ist Sulzbach im Vergleich mit den Nachbarkommunen bei der Hundesteuer noch günstig. 54 Euro pro Jahr müssen Hundehalter für den ersten Hund entrichten, 78 Euro für den Zweiten und 120 Euro für den Dritten. Für sogenannte Kampfhunde wird in Sulzbach, als einzigste Gemeinde im Sulzbach- und Fischbachtal , keine höhere Steuer verlangt. Wilde Hunde seien hier keine bekannt, höchstens, dass ein Vierbeiner mal von zu Hause ausbüchst. Der landet dann, mehr oder weniger unfreiwillig, im Gasthaus Bayrisch Zell. Nicht um sich im Biergarten verwöhnen zu lassen, sondern dort ist auch eine Hundeauffangstation. "Früher wurden hier alle freilaufenden Hunde aus den umliegenden Gemeinden untergebracht", erklärt Martin Bartsch, Inhaber der Gaststätte. Mittlerweile werden aber nur noch die Ausreißer aus Sulzbach versorgt, jedoch gilt diese Regelung nur noch bis Ende des Jahres. "Dann läuft der Vertrag mit der Stadt aus", so Bartsch und: "Vier bis fünf Hunde werden pro Jahr eingefangen." Allerdings ließen sich die Vierbeiner meist relativ unproblematisch wieder zu ihren Herrchen und Frauchen vermitteln. "Seit 2005 mussten erst vier Hunde ins Tierheim", erklärt der Gastronom.

Deutlich mehr Hunde leben in Quierschied , wenn man von den offiziellen Zahlen ausgeht - 1033 sind angemeldet. Auch hier kostet der erste Hund 54 Euro , der Zweite und jeder weitere schlägt dann mit 108 Euro Steuer pro Jahr zu Buche. Und in Quierschied kosten "gefährliche Hunde" mehr. 240 Euro Steuer werden laut der "4. Änderungssatzung über die Erhebung einer Hundesteuer in der Gemeinde Quierschied " für American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und American Pitbull Terrier verlangt, solange diese Tiere den Wesenstest nicht bestehen. Wilde Hunde sind hier nicht bekannt. Bisher hat Erwin Paul vom Quierschieder Ordnungsamt nur drei Ausbüchser kennengelernt. Paul: "Die waren aber friedlich und haben sich ohne Probleme fangen lassen."

In Friedrichsthal hat man die Hundesteuer erst Anfang des Jahres angehoben. 66 Euro werden für den ersten, 132 Euro für den zweiten und 198 Euro Steuern für den dritten Hund fällig. Als gefährlich eingestufte Hunde werden mit 275 Euro pro Jahr für den ersten und 550 Euro für jeden weiteren Hund besteuert. Und auch die nächste Steuererhöhung ist geplant. Ab 2016 soll der erste Hund dann 72 Euro , der zweite 144 und der Dritte sowie alle weiteren Hunde 216 Euro pro Jahr kosten. "Gefährliche Hunde" werden dann mit 300 Euro für den ersten und 600 Euro für jeden weiteren Hund besteuert. 859 Hunde leben in der Stadt, wie deren Pressestelle mitteilt. Verwahrloste oder wilde Hunde seien nicht bekannt. Im Schnitt gäbe es pro Jahr etwa fünf bis sechs Ausreißer. Schwierigkeiten beim Einfangen gäbe es aber nur selten. Der letzte bekannte Problemfall war 2006, damals flüchtete der Vierbeiner über die Autobahn.