Spielplatz kaum genutzt: Die Lasbachanlage wurde der Natur zurückgegeben

Spielplatz kaum genutzt : Die Lasbachanlage wurde der Natur zurückgegeben

Das Sportfeld am Kindergarten wird aber immer wieder von Vandalen verwüstet.

() Der Lasbach war einmal ein typisches Beispiel dafür, wie man nach dem Krieg die Natur vergewaltigt hat. Ein kleiner Bach wurde in ein Betonbett gezwungen und durfte nur noch schnurgeradeaus fließen, Tiere und Pflanzen machten sich rar. Als Ausgleichsmaßnahme für ein Bauvorhaben übernahm die RAG die Renaturierung des Baches vom Oberlauf bis ins untere Tal und schuf so ein neues Paradies, die Lasbachanlage. Der Oberlauf zeigte sich im Hochsommer ausgetrocknet, doch der Bach wird von Regenfällen gespeist und kann auch anders.

Nach Starkregen schwillt er an, im Unterlauf hat er dagegen immer Wasser. Sebastian Zenner von der Gemeinde beschreibt die Ergebnisse der Renaturierung positiv: „Viele Rohre wurden entfernt, es wurden Schleifen und Stufen angelegt, das Wasser bekommt wieder Sauerstoff. Viele Tiere und Pflanzen haben sich wieder angesiedelt, die Uferzone ist seit der Renaturierung dicht bewachsen.“ Sorgen macht sich die Gemeinde im Lasbachtal über das Sportfeld am Kindergarten, das unter Vandalismus leide. Aktuell seien wieder Basketballkörbe abgerissen worden. Und der Bürgerpark auf einer kleinen Haldenfläche im unteren Tal habe keine Bedeutung mehr, seit die Vereine ihre Feste in die Ortsmitte verlegt hätten. Nur noch eine Veranstaltung im Jahr gebe es im Bürgerpark, nämlich das jährliche Fest der Handballerinnen und Handballer des ASV Quierschied um den 1. Mai. Der Spielplatz dort ist karg. Das Klettergerüst mit Rutsche sieht nicht viel genutzt aus. Ohnehin sei der größere Spielplatz weiter oben im Tal der beliebteste im Ort, direkt neben dem Parkplatz gut erreichbar und gepflegt. Die Holzspielgeräte machen den Gemeindearbeitern viel Arbeit, gerade die Bodenstützen würden stark faulen. Hier will man beständigere Geräte erwerben, sobald etwas ausgetauscht werden muss. Auch bei Zäunen will man Metall vorziehen. Probleme gibt es mit Wildschweinen. Bauhofleiter Wolfgang Koch: „Hier ist die Kreisel-Egge unsere Geheimwaffe. Bei Trockenheit können wir Schäden auf den Wiesen damit fast komplett beheben.“

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