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Die kostenlose Busfahrt

Göttelborn. Leser-Reporter Edgar Abel aus Göttelborn hat Anmerkungen zur Buslinie 173, die seinen Wohnort direkt mit Sulzbach verbindet. Die SZ nahm sich ihrer an. Jörg Martin

Von der Haltestelle Detemple aus kann Edgar Abel direkt, ohne Umsteigen zu müssen, zu seinen Arztbesuchen fahren. Abel stört, dass auf der ganzen Strecke kein Fahrplan aushängt. Die Busfahrer habe er bereits auf den Missstand angesprochen. Auch habe er festgestellt, dass es im Bus selbst keine Fahrscheindrucker gibt. Das führe dazu, dass die Fahrgäste teilweise kostenlos mitfahren. "Der nette Fahrer stellt Fahrscheine von Hand aus", berichtet der Leser-Reporter. Auch befördere die Firma Huwig aus Fischbach, die die Strecke bedient, die Fahrgäste mit Reisebussen. Diese Zustände sollten schnellstmöglich abgestellt werden, findet Abel.

Sabine Zeiler, Disponentin bei Huwig-Reisen, kennt das Problem mit den Fahrscheinen. Diese würden nicht geliefert oder wären oft falsch. Zeiler verweist darauf, dass ihr Unternehmen die Linie 173 erst seit dem 8. Januar bedient. Dabei sei man als Subunternehmer für eine Konzessionsgemeinschaft tätig. Diese bestehe aus den beiden Unternehmen Bustouristik Wobido in Eppelborn und Fortuna-Reisen in Mandelbachtal.

Robert Wobido, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, kennt die Probleme. Er betont, dass die Ursachen nicht bei seiner Firma und auch nicht beim beauftragten Fischbacher Subunternehmen liegen. Seit Mitte Dezember 2014 habe man den Fahrauftrag. Beim europaweiten Ausschreibungsverfahren habe es kurz vor Ende der Frist einen Widerspruch eines Mitbewerbers gegeben. Das habe zu Verzögerungen geführt und vor allem dafür gesorgt, dass für die Vorbereitungen bei der Inbetriebnahme der "längsten Linie im gesamten Regionalverband" (Wobido) nur ein Monat Zeit blieb. "Erst, wenn der Auftrag der öffentlichen Hand vorliegt, können wir die Drucker bestellen. Hinzu kommen die langen Lieferzeiten", erklärt Robert Wobido. Eine Vorbestellung quasi auf gut Glück sei ein Risiko. Deshalb nutzten die Fahrer vorübergehend Notfahrscheine. Wo dies nicht gehe, würden die Fahrgäste kostenlos befördert. Die Verluste trage das Unternehmen. Jedoch kaufen nach seinen Angaben nur etwa fünf Prozent der Buskunden Einzelfahrscheine, weil die Linie eigentlich eine klassische Schulbuslinie sei. Die Fahrten fänden deshalb nur an Schultagen statt. Die Kinder und Jugendlichen hätten Abo-Karten.

14 Fahrscheindrucker für insgesamt 85 000 Euro seien bestellt, würden etwa Mitte des Monats geliefert und zeitnah eingebaut. Spätestens Ende kommenden Monats dürfte das Fahrkartenproblem gelöst sein. Um den Betrieb überhaupt zu ermöglichen, habe man zudem Fahrzeuge innerhalb der Firma getauscht, setze übergangsweise Reisebusse ein und habe neue Busse bestellt. 1,5 Millionen Euro werde man bis zu den Sommerferien investieren. Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von SZ-Leser-Reporter Edgar Abel aus Göttelborn . Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter