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Das Loch im Haushalt wird kleinerFür die Rathaus-Sanierung stehen 1,6 Millionen Euro im Haushalt

Das Loch im Haushalt wird kleinerFür die Rathaus-Sanierung stehen 1,6 Millionen Euro im Haushalt

Quierschied. Die weltweite Finanzkrise hat für den Haushalt der Gemeinde Quierschied eine positive Nebenwirkung. Die Kommune muss in diesem Jahr erheblich weniger Sollzinsen für ihren Überziehungskredit bei den Banken zahlen als noch im vergangenen Jahr. Seit der Krise sind die Zinsen im Sinkflug

Quierschied. Die weltweite Finanzkrise hat für den Haushalt der Gemeinde Quierschied eine positive Nebenwirkung. Die Kommune muss in diesem Jahr erheblich weniger Sollzinsen für ihren Überziehungskredit bei den Banken zahlen als noch im vergangenen Jahr. Seit der Krise sind die Zinsen im Sinkflug. Nach Angaben von Kämmerer Toni Schönenberger zahlt die Gemeinde für 2008 rund zwei Millionen Euro an Zinsen. Dieses Jahr sind es nur noch 1,2 Millionen. "Schönenberger hat aber auch ein intelligentes Zinsmanagement betrieben", lobt Bürgermeisterin Karin Lawall ihren Kämmerer. Im Haushaltsentwurf für dieses Jahr, er wurde den Fraktionen schon zugestellt, sieht die Verwaltungschefin eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Lawall spricht von einer "positiven Entwicklung". Diese sei sowohl auf eine sparsame Haushaltsführung als auch auf die Verbesserung der Einnahmesituation zurückzuführen, sagt sie. Die Zahlen zu dieser Einschätzung: Ausgaben in Höhe von 21 091 708 Euro stehen Einnahmen von 19 695 889 Euro gegenüber. Das ergibt ein jahresbezogenes Defizit von knapp 1,4 Millionen Euro. Mit rund 2,8 Millionen Euro war das Loch im vergangenen Jahr noch doppelt so groß. 608 000 Euro mehr als im vergangenen Jahr bekommt die Gemeinde an Schlüsselzuweisungen vom Land. Im Entwurf stehen knapp 6,3 Millionen Euro. Um 500 000 Euro auf rund vier Millionen Euro gestiegen ist der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Und auch an Gewerbesteuer verbucht der Kämmerer mehr als 2008: Netto sind es 300 000 Euro. Die beiden nennenswertesten Steigerungen auf der Ausgabenseite gibt es bei der Regionalverbandsumlage und bei den Personalkosten. Die Umlage steigt um 300 000 von 5,4 auf 5,7 Millionen Euro. Die Personalkosten gehen um 235 000 Euro hoch - von 5,484 Millionen auf 5,719 Millionen Euro. Diese Erhöhung sei aber nur bedingt durch die Tariferhöhungen, stellt Lawall klar. So erfreulich diese Entwicklung auch ist: Ende des Jahres hat Quierschied ein aufgelaufenes Defizit von rund 37,7 Millionen Euro. Dazu kommen rund 10,1 Millionen Euro langfristige Schulden. Das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 3362 Euro. Dieser hohe Schuldenstand bereitet der Bürgermeisterin Sorgen. Deshalb gibt sie die Devise aus: "Es muss weiter eisern gespart werden. Alle Ausgaben müssen auf den Prüfstand. Wir müssen auch über die Verbesserung der Einnahmemöglichkeiten nachdenken." Lawall fügt hinzu: Aus eigener Kraft könne die Schuldenlast aber nur schwer reduziert werden. Man sei auf die Hilfe des Landes angewiesen.Quierschied. Deutlich besser als 2008 sieht es in diesem Jahr auch im Vermögenshaushalt der Gemeinde Quierschied aus. Im vergangenen Jahr standen dort Investitionen von einer Million Euro, dieses Jahr sind es vier Millionen. Bürgermeisterin Karin Lawall sagt: "Möglich ist dies durch Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken in der Ortsmitte im Zusammenhang mit dem Bau des Lebensmittelmarktes und des Elektronik-Fachmarktes sowie dank erheblicher Landeszuschüsse." Wichtigste Maßnahmen für 2009 sind die Sanierung des Rathauses - hier hat die Verwaltung 1,6 Millionen Euro eingeplant -, die Sanierung der Grundschule Fischbach (930 000 Euro), die Erweiterung des Kindergartens in Fischbach (370 000 Euro) und den Kauf einer neuen Drehleiter für die Quierschieder Feuerwehr (225 000 Euro.) ll