Das große Fürchten im Wald

Fast 300 Kinder und Erwachsene nahmen am vergangenen Samstag an der Wanderung an der Lauftreffhütte teil. Die Veranstalter hatten wieder einmal für die richtige Gruselstimmung gesorgt.

Das trockene Laub auf dem Boden knirscht unter den Füßen. Kerzenlichter auf den Boden weisen den Weg durch den dunklen Wald. Ein Mann mit einer Fackel geht voran. Eine Gruppe von 50 bis 60 Personen, Kinder und Erwachsene , viele von ihnen in Kostümen oder mit Masken, folgen ihm. Nur ein leises Gemurmel ist zu hören.

Es wirkt schon etwas gruselig und gespenstisch. Es knackt und kracht im Gebüsch. Von den Bäumen hängen Skelette herab. Die dunklen Rufe einer Eule sind zu hören.

Plötzlich springt hinter einem Baum eine furchterregende Hexe hervor, schwingt bedrohlich ihren Besen. Auf der anderen Seite taucht wie aus dem Nichts ein Vampir auf und zeigt seine gefährlichen Zähne. Blut tropft aus seinem Mund heraus. Die Mädchen kreischen laut. Einige Jungs lachen. Der sechsjährige Florian hält sich tapfer. Nein, er habe keine Angst, hat er noch vor ein paar Minuten gesagt und seinen Kopf geschüttelt. Jetzt aber drückt er die Hand von Papa Stefan etwas fester.

Schwedenfeuer und Hexenblut

Es ist Halloween im Quierschieder Wald rund um die Lauftreffhütte. Der Karnevalsverein "Die Quierschder Wambe" hat zur Halloween-Wanderung eingeladen. Fast 300 Kinder und Erwachsene sind zu dem Spaß gekommen. Treffpunkt ist an der Lauftreffhütte. Dort knistern Schwedenfeuer, und am Stand in der Hütte dampft ein Kessel mit Hexenblut. Aus Merchweiler sind die beiden Brüder Roderick (5) und Rufus (7) gekommen. Sie haben ihren Freunde Luca (7) mitgebracht. "Meine Schwester wohnt in Quierschied . Wir waren schon einige Male hier dabei", erzählt Verena, die Mama der beiden Brüder. "Ich war schon vor zwei Jahren hier. Das macht großen Spaß", sagt Rufus. "Da bin ich aber mal gespannt, ob ihr unterwegs nicht doch noch Angst bekommt", meint lachend Lucas Mama Michaela.

Ausgestattet mit Fackeln führen Mitglieder der Wambe fünf Gruppen durch den schaurigen Wald. Unterstützung haben sie erstmals von 24 Mitgliedern der katholischen Jugend. Sie sind bei den Gruppen dabei oder machen die gruseligen Gestalten im Wald. Nach einer knappen halben Stunde ist die erste Gruppe zurück an der Lauftreffhütte.

"Es war schon gespenstisch", sagt Liane Pinter. Sie und ihr Mann Paul begleiteten ihre Nichte Tanja, die Mama von Florian. "Die Wambe haben sich ganz schön viel Mühe gegeben", findet Liane und sagt noch: "Florian war ganz schön tapfer."

An der Lauftreffhütte gibt es dann für alle Kinder als Belohnung für ihre Tapferkeit einen kostenlosen Hexenpunsch. Die Erwachsenen stärken sich mit Glühwein oder einer leckeren Gulaschsuppe. "Es hat uns allen selbst großen Spaß gemacht, diese Wanderung zu organisieren und auch durchzuführen", so Wambe-Chef Hans-Peter Schumacher. Allen Kolleginnen und Kollegen sowie den Mitgliedern der katholischen Jugend dankt er für ihren Einsatz.