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Bergleute gedenken 35 Jahre nach dem Unglück von Camphausen der 7 Opfer

35 Jahre nach der schweren Schlagwetterexplosion : Tag des Gedenkens auf Fischbachs Friedhof

Bergleute erinnerten an das Unglück in der Grube Camphausen, bei dem am 16. Februar 1986 sieben ihrer Freunde und Kollegen starben.

Mit einer Kranzniederlegung auf dem Fischbacher Friedhof gedachten Mitglieder von Bergmannsvereinen und der RAG Stiftung sowie der RAG am Dienstag der sieben Bergleute, die vor 35 Jahren in Camphausen tödlich verunglückt waren.

Am 16. Februar 1986 gab es in der Grube Camphausen kurz nach 19 Uhr innerhalb von zehn Minuten zwei Schlagwetterexplosionen. Acht Bergleute waren in der Grube unter Tage bei der Arbeit. Alle hatten die erste Explosion überlebt. Als sie dies überglücklich zurückmeldeten, gab es eine zweite Schlagwetterexplosion. Sieben Bergleute fanden dabei den Tod. Ein Bergmann konnte verletzt geborgen werden.

Es war eines der schwersten Grubenunglücke im Saarbergbau. Wenige Tage später nahmen rund 2000 Trauergäste Abschied von den Toten, darunter der damalige Ministerpräsident Oskar Lafontaine und Vertreter aller Parteien, die damals im Landtag waren. Dabei gab es ein weiteres Unglück: Emil Salzmann, der Dirigent der Bergkapelle, starb, während das Ensemble vor der Kirche auftrat.

Zum 35. Jahrestag des Grubenunglücks lud der Bergmannsverein „Glück Auf“ Fischbach-Camphausen 2000 auf den Friedhof Fischbach ein. In Vertretung des Regionalbeauftragten der RAG im Saarland, Stefan Hager, legte Peter Steinmetz einen Kranz der RAG-Stiftung und der RAG Aktiengesellschaft am Grabmal nieder.

Drei der sieben ums Leben gekommenen Bergleute sind in Fischbach beigesetzt. Dort erinnerte Ingrid Lenz, die Vorsitzende des Bergmannsvereins, an das Unglück, und ein Trompeter spielte das Steigerlied. Die Gemeinde Quierschied hatte die kurze Gedenkfeier auf dem Friedhof trotz der Corona-Pandemie genehmigt.