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Beim FV ist Teamarbeit angesagt

Der Vorstand des FV Fischbach Foto: Thomas Seeber
Der Vorstand des FV Fischbach Foto: Thomas Seeber FOTO: Thomas Seeber
Fischbach. Der Fußballverein (FV) 1915 Fischbach wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Das Jubiläum wird natürlich groß gefeiert. Jörg Martin

"Unser Rezept ist seit 25 Jahren die Beständigkeit im Vorstand. Das sorgt für familiären Charakter. Und wir haben eine gute finanzielle Situation", verrät Bernd Beres das Erfolgsrezept. Er ist seit zwei Jahrzehnten der 1. Vorsitzende des FV Fischbach . Seit 1986 gehört er dem Vorstand an. Früher war diese Beständigkeit nicht gegeben, da wechselte die Führung oft, berichtete Beres. Heute spiele keiner mehr den Chef des 300 Mitglieder starken Vereins, man arbeite im Team.

Im Jahr 1908 gab es erste Versuche, in Fischbach den Fußball zu etablieren. Nachdem immer mehr Straßenmannschaften gegeneinander spielten, kam es sieben Jahre später zur Gründung des Fußballclubs. Während des Ersten Weltkrieges bildete sich ein weiterer Verein. Am 9. Februar 1919 fusionierten die beiden. Ein Jahr später erhielt der Verein seinen heutigen Namen. Von der Grubenverwaltung erhielt man ein ebenes Gelände auf der Bergehalde. Die Mitgliederzahl und die Mannschaften wuchsen stetig an. 1927 kam man nach langwierigen Verhandlungen mit der Gemeinde zum eigenen Sportplatz.

Erst nach 1945 ging es unter dem Namen Spielvereinigung Eintracht Fischbach weiter. 1948/49, dann wieder unter dem heutigen Namen, nahm der FV einen rasanten Aufschwung. Die 1. Mannschaft wurde Meister der Kreisklasse 1. 1950/51 erneuerte man die Spielfläche des Sportplatzes. Zehn Jahre später wurden die "Alten Herren" gegründet.

Der 12. April 1971 wurde indes zum Meilenstein - mit Gründung der Damen-Mannschaft. Da wurde auch mit dem Bau des Sportheims begonnen, das 1972 fertig war. Federführend bei diesem Projekt waren Hans Gapp und Heinz Kötzle. 1889/90 erfuhr das Sportheim eine erhebliche Erweiterung. 1993 errang man die letzte Meisterschaft in der Kreisliga A Halberg und kam in die Bezirksliga Süd. Zwei Jahre später stieg man wieder in die A-Klasse ab, in der sich die Fischbacher noch heute befinden. 2006 begannen die Pläne, aus dem maroden Hartplatz einen 600 000 Euro teuren Kunstrasenplatz zu machen. Die Einweihung war im im Juni 2009. Seit der Saison 2011/12 kooperiert man im Jugendbereich mit den Fußballvereinen aus den Nachbarorten. Im Aktivenbereich mussten die Fischbacher die Zusammenarbeit nach drei Spielzeiten einstellen. "Es passte einfach nicht, und die Spieler trugen es nicht mit", zieht Reiner Altpeter, der 2. Vorsitzende, im SZ-Gespräch Bilanz.

Groß gefeiert wird in diesem Jahr, und zwar vom 9. bis 13. Juli. Neben einem umfassenden kulturellen Programm, Ehrungen - allein 60 Personen gilt es zu würdigen - und einem Festkommers wird dann natürlich auch Fußball gespielt. "Wir haben Wert auf Ortsbezogenes gelegt", sagt Altpeter. So werden etwa die Schirmherren alle aus der Gemeinde kommen. Angedacht ist fürs zweite Halbjahr ein Kaffeenachmittag für Senioren und Angehörige ehemaliger Spieler und Mitglieder, um über alte Zeiten zu plaudern.

Der FV kann mit einer Besonderheit aufwarten. Denn er ist der erste Verein im Saarland, der die Berliner Erklärung "Gemeinsam gegen Homophobie. Für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport" unterzeichnet hat. Und wie sieht die Zukunft des FV aus? Man will in die nächst höhere Klasse aufsteigen, die Sportanlage umzäunen und das Sportheim nach und nach modernisieren, verrät FV-Boss Beres. Dazu brauche man auch Sponsoren. Diese zu gewinnen sei für einen kleinen Verein nicht einfach.