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Bei ihnen sind Schüler in sicheren Händen

Bei ihnen sind Schüler in sicheren Händen

Göttelborn. Sie sind noch ganz schön rüstig und topfit, die Göttelborner Senioren-Schülerlotsen. Das müssen sie auch sein. Denn jeden Tag passen sie auf die jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer auf: die Schulkinder

Göttelborn. Sie sind noch ganz schön rüstig und topfit, die Göttelborner Senioren-Schülerlotsen. Das müssen sie auch sein. Denn jeden Tag passen sie auf die jüngsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer auf: die Schulkinder. Die Senioren-Lotsen, gut zu erkennen an ihren langen weißen Mänteln, stehen jeden Morgen an der Fußgängerampel in der Göttelborner Hauptstraße und sorgen dafür, dass die Mädels und Buben sicher über die viel befahrene Straße kommen. Und am Nachmittag, wenn der Unterricht aus ist, sind sie wieder da. Jetzt feierten die Göttelborner Senioren-Schülerlotsen ihren 40. Geburtstag mit einem Fest an der Martinshütte. Es war 1969, als Alois König der Vorsitzende des örtlichen Pensionärvereins, die Senioren-Schülerlotsen ins Leben rief. Damals mussten die Göttelborner Hauptschüler ab der Klassenstufe fünf nach Quierschied in die Schule. Die älteren Schüler, die zuvor auf die jüngeren aufgepasst hatten, waren nicht mehr da. Alois König hatte sofort elf Kollegen zusammen. Viele Jahre war er Obmann der Göttelborner Losten. Das ist seit einigen Jahren Wolfgang Göddemeyer. Auch er ist Vorsitzender des Pensionärvereins. Die Lotsen von der Höh sind zur Zeit eine acht Mann starke Truppe. "Uns macht die Arbeit mit den Kindern großen Spaß. Das hält uns jung", erzählte Göddemeyer lachend bei einer Feierstunde, zu der die Gemeinde eingeladen hatte. Bürgermeisterin Karin Lawall sprach von einem beeindruckenden ehrenamtlichen Engagement der Senioren. Sie erinnerte daran, dass das Projekt Senioren-Schülerlotsen 1969 einmalig in der Bundesrepublik war. Auch der neue Göttelborner Ortsvorsteher Peter Saar gratulierte den Schülerlotsen zum Geburtstag. "Ihr seid eine tolle Truppe", meinte er anerkennend. Ein dickes Lob für die ehrenamtlichen Aufpasser gab es auch von Schulleiterin Margret Frank. "Wir sind froh, dass es sie gibt", sagte sie und betonte: "Die Schule kann sich immer auf die Senioren verlassen." Von Anfang an wird das Projekt Senioren-Schülerlotsen auch von der Verkehrswacht Sulzbach-Fischbachtal unterstützt, beispielsweise bei der Ausstattung mit den Sicherheitsmänteln. Verkehrswacht-Geschäftsführer Rüdiger Eckel erklärte: "Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden."