Baustelle verdrängt den ruhenden Verkehr

Baustelle verdrängt den ruhenden Verkehr

In der Gemeinde Quierschied tut sich was. Dort geht der Bau des neuen Kultursaals offenbar zügig voran. Für diejenigen Leute, die drumherum einen Parkplatz suchen, ist es schwieriger geworden.

Große Aufregung herrschte am vergangenen Samstag auf der Baustelle des neuen Kultursaales im Zentrum Quierschieds. Ein Arbeiter war zwischen Verschalungselementen eingeklemmt worden, die Feuerwehr musste zur Bergung anrücken. "Es hatte sich eine Halteklammer gelöst", sagt Günter Maurer, der Verantwortliche für Arbeitssicherheit beim ausführenden Bauunternehmen Gross aus St. Ingbert, "der Arbeiter wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht, ist mittlerweile aber schon wieder entlassen. Er hat keinerlei Verletzungen davongetragen."

Auch sonst gibt es von der Baustelle nur gute Nachrichten. "Die Arbeiten liegen trotz des vielen Regens der vergangenen Wochen im Zeitplan", erklärt Bürgermeister Lutz Maurer. Die Grundsteinlegung am 30. Juni kann wie geplant stattfinden. Dann dürfte es mit den Parkplätzen rund um den Marktplatz eng werden.

Ohnehin stehen seit Baubeginn nur noch 35 Stellplätze auf der Fläche zur Verfügung, wo vorher über 90 Fahrzeuge geparkt werden konnten. "Die Bürgerinnen und Bürger haben sich der Situation schnell angepasst", sagt Mirka Preiser, die zuständige Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Ordnungswesen im Quierschieder Rathaus, "gerade Dauerparker weichen in die Schumannstraße aus, wo Ende 2010 32 neue Parkmöglichkeiten entstanden sind. Heute gibt es dort 50 Parkplätze ." Auf dem Marktplatz gibt es von montags bis freitags zwischen 9 Uhr und 16 Uhr eine zeitliche Begrenzung der Parkdauer von zwei Stunden. Der Verkehrsteilnehmer muss den Beginn des Parkens mittels der bekannten Parkscheibe angezeigen. "Hier liegt ein Problem. Bei den regelmäßigen Kontrollen ist aufgefallen, dass etliche Fahrer diese Parkscheibe gern mal vergessen. Das erschwert die Kontrolle", so Preiser. Und es führt zu Protokollen. Doch aus Sicht der Verwaltung hat deren Zahl nicht dramatisch zugenommen. "Seit Baubeginn Ende März entfielen 88 Verwarnungen auf den Marktplatz von insgesamt 184 geahndeten Verstößen in der Gemeinde", berichtet die Fachbereichsleiterin, der nur eine Teilzeitkraft zur Kontrolle zur Verfügung steht. Die muss sich allerdings noch mit anderen Ordnungswidrigkeiten, wie etwa mit illegalee Müllablagerung, auseinandersetzen.

Viel Verkehr und dementsprechend viele Parkplatzsuchende gebe es vor allem mittwochs. Dann suchen nach Erkenntnissen der Verwaltung besonders viele Patienten die Ärzte am Marktplatz auf. Gleichzeitig kommen Kunden zum Wochenmarkt, der seit Baubeginn auf dem Triebener Platz stattfindet. "Es gibt immer viele Interessen abzuwägen. Und es allen recht machen kann man ohnehin nicht", sagt Mirka Preiser, Parken sei eben ein Thema, das immer für Ärger sorge.