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FCS legt erfolgreich los: „Auch die spielen nur Fußball“

FCS legt erfolgreich los : „Auch die spielen nur Fußball“

Der 1. FC Saarbrücken hat sein erstes Testspiel in der Saisonvorbereitung gewonnen. Beim Fußball-Saarlandligisten Spvgg. Quierschied setzte sich der Regionalligist vor knapp 1200 Zuschauern mit 3:0 durch.

Dirk Lottner, dem Trainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, hatte es trotz des 3:0 (1:0)-Erfolges im Testspiel beim Saarlabndligisten Spvgg. Quierschied die Laune verhagelt. „Ich hätte gerne über eine gute erste Trainingswoche, ein gutes Spiel und über ausgebliebene Verletzungen gesprochen“, sagte er: „Doch das ist ja jetzt nicht möglich.“ Ivan Sachanenko fehlte wegen einer Wadenprellung in der Partie. Nach 36 Minuten musste Neuzugang Martin Dausch vom Feld. Die erste Diagnose: Muskelfaserriss. „Es hat sich ganz übel angefühlt“, sagte Dausch auf dem Weg in die Kabine.

Der 31-Jährige kam vom MSV Duisburg. Dausch war bis dahin einer der auffälligsten FCS-Akteure. Nach 22 Minuten leitete er einen Pass vom anderen Neuzugang Tobias Jänicke - er kam von Hansa Rostock - direkt weiter. Stürmer Patrick Schmidt schob den Ball vorbei an Quierschieds Schlussmann Marc Birkelbach - aber auch am Tor vorbei. Zehn Minuten später machte Schmidt es besser, als er nach einem Doppelpass mit Mario Müller den FCS im zweiten Versuch mit 1:0 in Führung brachte.

Quierschieds neuer Trainer Pascal Bauer konnte bis dahin mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein. „Wir haben extra wegen diesem Spiel etwas früher mit dem Training angefangen und zunächst den Schwerpunkt auf die Defensivarbeit gelegt“, erklärte der Nachfolger von Lothar Pesch. Die Gastgeber versuchten aber auch, aus der kompakten Abwehr gelegentlich Nadelstiche zu setzen. Nach einem Pass von Neuzugang Janosch Scherer von der DJK Bildstock in die Schnittstelle der FCS-Viererkette fehlte Stürmer Yannick Schneider ein Schritt im Duell mit dem aufmerksamen Saarbrücker Torwart Daniel Batz. „Wenn du immer hinterher rennen musst, fehlen dir in solchen Momenten einfach die Körner“, sagte Schneider. Er ergänzte: „Ich hoffe auf eine verletzungsfreie Saison, dann kann es richtig gut werden.“

Dafür, dass beide Mannschaften am Anfang der Vorbereitung stehen, entwickelte sich ein munteres Spiel. Dass beide noch einiges tun müssen, um die angestrebten Saisonziele zu erreichen, versteht sich von selbst. „Naja, so fünf Kilogramm sollten noch runter“, sagte Scherer zum eigenen Fitness-Stand. Mit Blick auf seine neue Mannschaft erklärt er: „Wir haben uns gezielt verstärkt. Ich glaube, wir können eine gute Saison spielen.“

Vor mehr als 1200 Zuschauern - darunter auch die Trainer der Quierschieder Liga-Konkurrenten SF Köllerbach (Robin Vogtland), SC Halberg Brebach (Marcel Schug) und FSG Bous (Sammer Mozain) - wurde in der Partie am vergangenen Sonntag im zweiten Durchgang viel gewechselt. Nach einer Stunde und der Vorarbeit von Marwin Studtrucker erhöhte dann FCS-Neuzugang Christoph Fenninger vom FC Ingolstadt II auf 2:0. Den Treffer zum 3:0-Endstand erzielte Steven Zellner per Foul-Elfmeter eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff.

Die größte Quierschieder Torchance vergab der Spvgg.-Neuzugang Robin Blaser, der von Saar 05 Saarbrücken II kam. „Ich dachte, gegen den FCS reicht ein Schlenzer“, scherzte Blaser, der mit seinem Versuch am eingewechselten Torwart Ricco Cymer scheiterte. Er erklärte zu dem Spiel gegen den Regionalligisten: „Natürlich war es etwas Besonderes heute. Andererseits: Auch die spielen nur Fußball.“ Das zeigte der 20-Jährige in einem Zweikampf mit Keven Behrens. Blaser stellte den Körper geschickt zwischen Ball und Gegner, Saarbrückens Muskelpaket prallte einfach ab.

„Wir hätten gerne ein Tor gemacht, das hat nicht geklappt. Aber wir haben umgesetzt, was wir wollten“, zog Quierschied Trainer Bauer Bilanz seiner Premiere an der Seitenlinie im Stadion am Franzenhaus. Mit Blick auf die Saarlandliga-Saison sagte er: „Wir haben fünf oder sechs junge Spieler mit Potenzial geholt. Es wird auch darauf ankommen, wann es bei denen klick macht. Wenn wir komplett stehen, ist das sicher eine gute Truppe. Aber wir sollten erst einmal kleine Brötchen backen.“

www.fc-saarbruecken.de

 Hier geblieben: Der Quierschieder Aldo Testa (links) versucht den Saarbrücker Kevin Behrens nicht entwischen zu lassen.
Hier geblieben: Der Quierschieder Aldo Testa (links) versucht den Saarbrücker Kevin Behrens nicht entwischen zu lassen. Foto: Andreas Schlichter

www.spvgg-quierschied.de