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Alles andere als trostlos

Quierschied. Zum ersten Mal seit zehn Jahren gibt es in der Gemeinde Quierschied mehr Zu- als Abwanderung. Der Bevölkerungsrückgang ist damit vorerst gestoppt. Ein Viertel der Einwohner ist allerdings im Seniorenalter. red/mh

Einen Überblick über die derzeitige demografische Entwicklung hat jetzt die Gemeinde Quierschied gegeben. Mit Stand 31. Dezember 2014 hat die Kommune 13 271 Einwohner. Im Jahr zuvor waren es 13 272. Dabei entfallen auf Quierschied selbst 8047 (2013: 8048), auf Fischbach-Camphausen 3192 (3198) und auf Göttelborn 2032 Bürger (2026).

Positiv dabei ist, dass die Gemeinde insgesamt mehr Zuzüge als Abwanderungen zu verzeichnen hat. Damit kann Quierschied zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren eine leicht positive Wanderungsbilanz vorweisen und somit ihren Bevölkerungsrückgang stoppen. ,,Dies spricht dafür, dass Quierschied als attraktive Wohngemeinde wahrgenommen wird", ist die Verwaltung mit Bürgermeisterin Karin Lawall an der Spitze überzeugt.

Die Gemeinde profitiert dabei auch vom Zuzug ausländischer Mitbürger: Von insgesamt 705 (582) Neuzugängen entfallen 528 (487) auf deutsche und 177 (93) auf nichtdeutsche Bürger . Diesem positiven Trend stehen insgesamt 645 Wegzüge (616), davon 97 (60) Nichtdeutsche, und 184 Sterbefälle (212) entgegen.

Ein wichtiger Bestandteil der demografischen Statistik sind die Geburtenzahlen. Hier waren im vergangenen Jahr 60 Neugeborene (43) in Quierschied zu verzeichnen. Alarmierend ist nach wie vor die Zahl von Fischbach-Camphausen mit nur 13 Geburten (12), in Göttelborn konnten sogar wie im Vorjahr wieder nur neun Babys begrüßt werden.

Der demografische Wandel macht natürlich auch vor Quierschied nicht halt. So sind 25,24 Prozent der Bevölkerung (2014: 25,1 Prozent) 65 Jahre und älter. Auf die Gemeindebezirke verteilt bedeutet dies: 1950 Bürger , die älter als 65 Jahre sind, wohnen in Quierschied (1925), 919 in Fischbach-Camphausen (921) und 480 in Göttelborn (482). Insgesamt wohnen 3349 Bürger (3328) in der Gemeinde, die das 65. Lebensjahr überschritten haben.