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Afrikanische Tage in Quierschied

Quierschied. Trommelwirbel ertönt, Buben und Mädchen sowie zwei Frauen - Annette Bost, die Leiterin der Gemeindebücherei, und Joaquina Siquice-Rawe aus Mosambik - tanzen, eingehüllt in afrikanisches Tuch, mit den Kindern über die Bühne im Kultursaal des Quierschieder Rathauses Von SZ-Mitarbeiter Elmar Müller

Quierschied. Trommelwirbel ertönt, Buben und Mädchen sowie zwei Frauen - Annette Bost, die Leiterin der Gemeindebücherei, und Joaquina Siquice-Rawe aus Mosambik - tanzen, eingehüllt in afrikanisches Tuch, mit den Kindern über die Bühne im Kultursaal des Quierschieder Rathauses. Mit den Akteuren freuen sich auch einige Mamas, Papas und Omas sowie Kinder aus der Villa Regenbogen und Dieter Keßler, der Erste Beigeordnete der Gemeinde Quierschied, über das ausgelassene Treiben auf der Bühne. Die Fröhlichkeit der afrikanischen Musik wirkt ansteckend. Alle klatschen begeistert, tanzen mit. Mit einer Vorführung ging am Freitag das zweiwöchige Kinderferienprogramm der Gemeindebücherei zu Ende. Zwei Wochen gingen Kinder auf Entdeckungsreise auf dem Schwarzen Kontinent. "Nakupenda sana - ich mag dich, Afrika", lautete das Motto. In der ersten Woche gab es zwei Filme über Afrika, die Kinder bastelten afrikanische Wandbehänge und Kleidungsstücke. Und mit "Wildhüter Martin Haupenthal" erkundeten die Mädchen und Buben die "afrikanische Wildnis" im Quierschieder Wald. Die zweite Woche begann mit einem Trommelbau-Workshop. Dann kam die Afrikanerin Joaquina Siquice-Rawe täglich von 10 bis 12 Uhr in den Kultursaal, um mit den Kindern zu spielen, zu basteln, zu singen und zu tanzen. Und sie erzählte den Mädchen und Buben von Afrika, gab ihnen einen Einblick in die Kultur des Schwarzen Kontinents. "Die Kinder waren so begeistert und haben so toll mitgemacht, dass wir uns spontan zu einer kleinen Abschlussfeier entschlossen haben", erzählte Annette Bost. "Mit Joaquina haben wir einen Glücksgriff getan", freute sich die Leiterin der Bücherei und sagte. "Sie kann prima mit Kindern umgehen." "Das war abgefahren", meinte der achtjährige Dominik. "Das war so toll, ich freue mich schon aufs nächste Mal", so Johannes, ebenfalls acht. Die sechs Jahre alte Nina strahlte und sagte: "Das Tanzen hat mir am besten gefallen." Die 48-jährige Joaquina Siquice-Rawe stammt aus Mosambik und lebt seit 1991 im Saarland. "Das Saarland ist ein Bundesland, aus dem du nicht mehr weg willst, wenn du mal da bist", sagte sie lachend. Joaquina ist ausgebildete Grundschul- und auch Tanzlehrerin. Bis 1990 war sie Primaballerina und Gesangssolistin beim Nationalballett Mosambiks.