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1. FC Saarbrücken ist zu Testspiel beider Spvgg. Quierschied zu Gast

Spvgg. Quierschied erwartet Saarbrücken : FCS-Spiel ist diesmal ein ganz besonderes

In der Saisonvorbereitung ist der 1. FC Saarbrücken traditionell bei der Spvgg. Quierschied zu Gast. Für den Fußball-Saarlandligisten ist es stets das Spiel des Jahres. Nach der langen Corona-Zwangspause im Amateurfußball bekommt die Partie aber einen um so höheren Stellenwert.

Der Rasen ist gemäht, und das Unkraut auf den Rängen im Stadion am Franzenhaus ist gezupft. Das Fußballspiel des Jahres für die Gastgeber kann starten. An diesem Samstag, 26. Juni, um 15 Uhr empfängt der Saarlandligist Spvgg Quierschied den Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Die Partie steigt vor 500 Zuschauern – so viele gab es im Saarland seit dem Abbruch der Saison 2020/2021 wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Oktober vergangenen Jahres nicht mehr.

„Um 13 Uhr öffnet die Tageskasse am Stadion. Dort gibt es noch 150 Karten“, sagt Kai Berrang, der sportliche Leiter bei der Spvgg. Quierschied. Ins Stadion darf nur, wer negativ getestet, geimpft oder genesen ist. Dort, wo kein Abstand eingehalten werden kann, muss eine Maske getragen werden.

Für die Quierschieder Spieler ist das alles weniger ein Problem. Sie müssen sich vor jedem Training und vor jedem Spiel testen lassen. „Das gehört mittlerweile schon zum Alltag. Ich freue mich auf das Spiel und bin froh, wieder in meiner Heimat zu sein“, sagt Fabio Pelagi. Der Mittelfeldspieler ist einer von vier Quierschieder Neuzugängen. Der 22-Jährige kam vom Oberligisten FC Wiesbach. Er stammt aus Sulzbach, ist in Quierschied aufgewachsen und hat mit dem FC Wiesbach vor zwei Jahren im Saarlandpokal schon einmal gegen den 1. FC Saarbrücken gespielt. „Damals haben wir mit 0:4 verloren“, erzählt Pelagi – und ergänzt: „Spiele gegen den FCS sind immer etwas Besonderes.“

Fabio Klyk ist 19 Jahre alt, ebenfalls Mittelfeldspieler und hat in der Jugend acht Jahre beim 1. FC Saarbrücken gespielt. Er stand dort mit Luca Kerber auf dem Platz, der in der vergangenen Saison beim FCS den Durchbruch geschafft hat. Klyk wechselte in diesem Sommer von der A-Jugend der JFG Saarlouis nach Quierschied. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Luca und auf das Spiel. In solchen Spielen können wir viel lernen“, sagt Fabio Klyk, dessen Vater Patrick Profi beim FCS war.

Ein richtiger Wunschtransfer ist Alexander Sutter vom Oberligisten SV Elversberg II. Die Quierschieder suchen seit Jahren einen Innenverteidiger mit einem starken linken Fuß. In dem 20-Jährigen scheinen sie ihn gefunden zu haben. „Dann müssen wir mal schauen, ob ich den Anforderungen gerecht werde“, sagt der gebürtige Bexbacher – und muss lachen. Auch er freut sich auf das große Spiel gegen den FCS.

Der vierte Neuzugang ist Nicolas Waltner. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler kommt vom SV Ritterstraße. Doch es gibt noch zwei weitere Spieler, die wie Neuzugänge zu betrachten sind. Die Leistungsträger Samuel Ikas (Schulterverletzung) und Sascha Schaum (Kreuzbandriss) fehlten der Spvgg. Quierschied seit mehr als einem Jahr. Beide sind jetzt wieder voll dabei.

Für Thomas Bettinger ist es das erste Spiel als Trainer gegen den Drittligisten. 2020 fiel das obligatorische Saisonvorbereitungsspiel gegen den 1. FC Saarbrücken wegen Corona aus. Doch Bettinger stand als Quierschieder Spieler schon gegen den FCS auf dem Platz. „Dieses Testspiel in der Sommervorbereitung hat ja eine lange Tradition. Ich haben in den 1990er Jahren mitgespielt. Damals spielten beim FCS Leute wie Michael Preetz und Jonathan Akpoborie. Das waren immer tolle Spiele“, erinnert sich Bettinger. Die jetzige Partie soll keineswegs nur ein Abenteuer für die Quierschieder werden. „Ich will schon etwas von meiner Mannschaft sehen. Wir werden uns nicht hinten reinstellen und mauern. Wir werden mitspielen“, erklärt der 46-Jährige.

Als die vergangenen Saarlandliga-Saison nach nur acht Spielen abgebrochen wurde, stand die Spvgg. Quierschied mit 18 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. „Wieder so ein Start in die neue Saison wäre natürlich super. Insgesamt wollen wir uns weiterentwickeln“, sagt Bettinger. Klarer Favorit auf die Meisterschaft ist für ihn der SV Auersmacher.

Doch bevor die Saarlandliga am ersten August-Wochenende in die Saison startet, kommt für die Quierschieder erst einmal das Spiel des Jahres – für die Spieler, die Fans und vor allem den Verein. „Das wird unsere erste richtige Einnahmequelle seit langer Zeit. Normalerweise kämen zu dem Spiel mehr als 1000 Zuschauer, aber wir sind auch mit 500 schon sehr zufrieden“, sagt Berrang.

www.spvgg-quierschied.de

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