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Landschaftspflege
Stadtrat setzt auf Heidschnucken

Püttlingen. Von Fredy Dittgen

Die Stadt Püttlingen hat grünes Licht für ein viertes Beweidungsprojekt gegeben. Eine Püttlinger Landwirtin möchte auf einer etwa einen Hektar großen, mit Sträuchern und Büschen zugewachsenen städtischen Fläche im  Erbachtal und am Geisberg eine Schafherde, bestehend aus weiß- und graugehörnten Heidschnucken, halten. Der Stadtrat stimmte zu, der Landwirtin diese Fläche unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.


Nikolaus Jost (SPD) forderte die Verwaltung jedoch dazu auf, nach einer gewissen Frist zu kontrollieren, ob das Projekt geordnet ablaufe. Bürgermeister Martin Speicher (CDU) betonte, dass der Runde Tisch Landschaft ein „sehr wachsames Auge“ auf alle Beweidungsprojekte habe. „Da kann nicht jeder machen, was er will“, so Speicher.

Der Runde Tisch Landschaft hatte im Jahr 2017 Spenden in Höhe von 12500 Euro erhalten. 4750 Euro davon wurden an die drei bestehenden Weideprojekte sowie an die Wildvogel-Auffangstation, den Bienenzuchtverein Püttlingen, den Wildbienenverein Püttlingen und den Natur- und Vogelschutzverein (NVV) Köllerbach ausgezahlt. Die restlichen 7750 Euro wurden als Reserve für eventuelle gemeinsame Anschaffungen oder besondere Projekte zurückgestellt.



Im Oktober 2018 hat der Runde Tisch Landschaft dann einstimmig beschlossen, 1500 Euro dieser Reserve in mobile Weidezäune, Steckfixhorden und ein Weidezaungerät zu investieren und diese der Püttlinger Landwirtin für ihr Beweidungsprojekt mit den Heidschnucken vertraglich geregelt zu überlassen.

„Die stark verbuschten Flächen können hierdurch wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden“, sagte Speicher. Ähnlich wie die drei Beweidungsprojekte in der Köllertalaue diene diese Maßnahme der Landschaftspflege sowie der Erhöhung der Struktur- und Artenvielfalt.