Wie man Rückenschmerzen los wird

Püttlingen. Rückenschmerzen und wie man sie los wird, darum geht es beim heutigen Info-Abend im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen im Rahmen der Vortragsreihe "Gesundheit erleben" (Donnerstag, 21. März, 18 Uhr, Konferenzraum im 8. Obergeschoss)."Chefarzt Dr

Püttlingen. Rückenschmerzen und wie man sie los wird, darum geht es beim heutigen Info-Abend im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen im Rahmen der Vortragsreihe "Gesundheit erleben" (Donnerstag, 21. März, 18 Uhr, Konferenzraum im 8. Obergeschoss)."Chefarzt Dr. Gerhard Deynet setzt erfolgreich Neuromodulation in der Schmerzbekämpfung ein", heißt es dazu in der Ankündigung. Neben dem rechtzeitigen Vorbeugen, insbesondere durch Sport, stehen moderne Diagnose- und Therapieverfahren im Mittelpunkt des Vortrags. Die Neuromodulation sei ein Verfahren zur Behandlung schwerer chronischer Schmerzen, so Dr. Deynet, Chefarzt der Schmerzklinik. Dr. Gerhard Fenzl, Chefarzt des Instituts für Radiologie, schildert, wie mit Hilfe der Radiologie nach der Schmerz-Ursache gesucht wird, und Physiotherapeut Michael Weitzmann gibt praktische Tipps zum richtigen Umgang mit dem Schmerz.

Rückenschmerz sei eine Volkskrankheit mit steigender Tendenz: Über 70 Prozent der Menschen in Deutschland litten innerhalb eines Jahres mindestens einmal an Kreuzschmerzen, bei 30 Prozent seien die Schmerzen chronisch. Jede zehnte Krankschreibung gehe auf Rückenschmerzen zurück. Auch Kinder und Jugendliche seien inzwischen in zunehmendem Maße betroffen.

Zu den möglichen Ursachen für Rückenschmerzen heißt es: Gerade im Rücken sind Nervenbahnen, Skelett und Muskeln eng miteinander verwoben. Es treten Nerven aus dem Rückenmark zwischen den Bandscheiben und Wirbeln heraus und steuern die umliegende und weitergehende Muskulatur. Ein Schaden an Nerven oder Wirbeln führt schnell zu Verspannungen und Schmerzen selbst in ganz entfernten Körperbereichen. Hier setzt auch das Neuromodulationsverfahren an, das die Weitergabe von Nervenimpulsen beeinflusst - entweder durch elektrische Impulse (Neurostimulation) oder Medikamente. Das neue Verfahren ist eine Weiterentwicklung der seit über 30 Jahren eingesetzten "Radiofrequenzbehandlung", bei der Schmerz weiterleitende Nerven gezielt mit Hitze verödet werden. Neuerdings wird dabei ein elektronisches Feld statt Wärme eingesetzt. mr

Foto: Klinik Püttlingen