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HSG Püttlingen erwartet HSG DJK Marpingen/SC Alsweiler
Wer ist die Nummer eins im Saarland?

Püttlingen. Der Handball-Oberligist HSV Püttlingen erwartet an diesem Sonntag die HSG DJK Marpingen/SC Alsweiler zum Saar-Derby.

Wer ist die beste Handball-Mannschaft der Damen im Saarland? Die Antwort auf diese Frage gibt es an diesem Sonntag um 16 Uhr. Dann empfängt der HSV Püttlingen in der Oberliga die HSG DJK Marpingen/SC Alsweiler zum Saarderby in der Trimmtreff-Halle. Für Püttlingens Neuzugang Nathalie Wagner ist das Duell mit dem Lokalrivalen Neuland. Als die beiden Mannschaften in der Hinrunde am ersten Spieltag in Marpingen aufeinandertrafen, war die 20-Jährige im Urlaub. Damals behielt Püttlingen vor etwa 300 Zuschauern knapp mit 22:21 die Oberhand. „Klar freue ich mich jetzt auf mein erstes Saarderby in der Oberliga. Ich gehe davon aus, dass es wieder ein umkämpftes und enges Spiel werden wird“, sagt Wagner.


 Die Riegelsbergerin hatte vor ihrem Wechsel nach Püttlingen im Aktivenbereich in der Bezirksklasse gespielt. Sie kam vom Saarlandliga-Aufsteiger HSG Fraulautern/Überherrn. „In der Jugend habe ich mit Fraulautern zwar auch in der Oberliga gespielt. Das kann man mit den Erwachsenen aber nicht vergleichen. Hier läuft es härter und ruppiger als alles, was ich im Handball vorher erlebt habe“, sagt Wagner. Anpassungsprobleme an die zwei Ligen höhere Spielklasse hatte sie aber nicht. „Wir sind positiv überrascht. Nathalie ist teamfähig, talentiert und war schnell integriert. Sie macht sich auf dem Platz nicht zu viele Gedanken, sondern spielt frei auf“, lobt HSV-Trainer Hans-Werner Müller.

Zuletzt zeigte Wagner, die in der D-Jugend des TuS Riegelsberg mit dem Handball begann, dass sie zudem flexibel einsetzbar ist. Beim 28:23-Sieg bei der TG Osthofen musste sie in Abwesenheit der erkrankten Lea Helle als Kreisläuferin aushelfen. Sie erzielte auf der ungewohnten Position drei Tore. „Mit meinen knapp 1,85 Metern habe ich am Kreis Vorteile gegenüber vielen Gegenspielerinnen. Aber ich habe auf der Position nie trainiert. Ich glaube nicht, dass dort meine Zukunft liegt“, erklärt Wagner. Auch Trainer Müller sagt: „Ich denke, das war eine einmalige Sache. Wir sind froh, dass wir im rechten Rückraum auf sie zählen können.“ Müller war es, der Wagner davon überzeugte, zum Oberligisten Püttlingen zu wechseln. „Ich war mir zuerst unsicher, ob der Schritt nicht vielleicht zu groß ist. Aber so eine Chance bekommt man nicht oft. Ich wollte es zumindest ein Jahr lang ausprobieren“, erzählt Wagner, die eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolviert. Ihr Zwischenfazit nach einer halben Saison fällt positiv aus: „Ich bin in der Liga angekommen und will auch nächste Saison für Püttlingen spielen.“

 Mit dem HSV liegt Wagner einen Platz und zwei Punkte hinter Marpingen/Alsweiler auf Rang fünf. Allerdings hat Püttlingen zwei Spiele weniger bestritten. „Die Saison läuft gut. Auch wenn es einen oder zwei Gegner gab, die wir hätten schlagen können. Vielleicht können wir am Ende wieder unter den besten Vier stehen“, hofft Wagner. Personell kann Püttlingen im Saarderby vermutlich aus dem Vollen schöpfen. Einzig der Einsatz von Florence Ulrich (Knieprobleme) steht auf der Kippe. „Ich erwarte eine ähnlich enge Kiste wie im Hinspiel. Marpingen wird sich für die Niederlage sicher revanchieren wollen“, glaubt Trainer Müller.