Wenn Otto auf der Bühne Lotto spielt - Neue Volksbühne Püttlingen

Neue Volksbühne Püttlingen : Wenn Otto auf der Bühne Lotto spielt

Bei der Neuen Volksbühne Püttlingen standen diesmal vier Doppel-Aufführungen auf dem Programm.

Herrlich unterhaltsame Abende erlebten im Saal des Gasthauses Schmeer auf der Püttlinger Ritterstraße zahlreiche Theaterbegeisterte aus der Umgebung. Die Neue Volksbühne Püttlingen lässt auch im 20. Jahr ihres Bestehens nicht an kreativer Schaffenskraft nach und studierte in den zurückliegenden Wochen und Monaten gleich zwei Stücke ein. Wie der Vorsitzende der Volksbühne, Detlef Stockart, schilderte, habe man sich nach längerer Zeit „mal wieder für zwei kürzere Stücke entschieden“. So kamen die jeweils etwa 40-minütigen Komödien „Otto spielt Lotto“ von Erich A. Kleen und „Paris mon amour“ aus der Feder von Claudia Gysel auf die Bühne.

Bei Burlesken ist die Komplexität des Inhalts meist überschaubar, es kommt auf die jeweilige Inszenierung und auf die Darsteller an. So hat Regisseur Detlef Stockart die Originalversionen beider Stücke in Püttlinger Platt umgetextet und die Rollen dem Ensemble auf den Leib geschrieben. Das Rezept fruchtete, die Besucher waren bei den insgesamt vier Aufführungen begeistert. Zwei mal hieß es „Wiener-Abend“, natürlich mit Wiener Würstchen, zwei mal hieß es „Theaterkaffee“ mit selbst gebackenem Kuchen.

Auch die Gründung der Theater-AG des Püttlinger Mehrgenerationenhauses bewährte sich mit dem erstmaligen Auftritt der neuen Truppe zusammen mit der Neuen Volksbühne. Lampenfieber vor dem ersten Auftritt gehörte natürlich auch dazu.

 Derzeit laufen die Proben und Vorbereitungen zum nächsten Stück „Lucifer“, das im November zur Aufführung für das große Theaterwochenende in der Püttlinger Stadthalle gelangen wird.

Mitwirkende: Bei „Otto spielt Lotto“ reüssierten Hannah Rausch, Lea Morsch, Lydia Erck, Elfriede Blaes, Anita Schmidt, Monika Allard und Kimon Alexiadis. „Paris mon amour“ hauchen Leben ein: Kornelia Jochum, Heinrich Heinz, Michelle Spreyer, Manfred Weinkauf, Annette Kessler, Markus Derrenbächer, Doris Kuhnert, Marlies Heisel, Heinrich Herz. Regie führte bei beiden Stücken Detlef Stockart. Als Souffleuse fungierte Andrea Rausch, Inspizientin war Sybille Morsch. Für Ton, Licht und Bühnenbau waren Georg Balzert, Richard Kuhnert, Berti Stein, Addi Thome und Gerhard Linnenberger zuständig.

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