1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Püttlingen

Weniger, aber attraktivere Spielplätze

Weniger, aber attraktivere Spielplätze

Seit März 2013 sucht eine Arbeitsgruppe der Stadt Püttlingen nach Möglichkeiten, Einsparungen im Bereich der Spielplätze zu finden, ohne dabei die Attraktivität von Püttlingen als familienfreundliche Stadt zu schmälern. Nun hat der Werksausschuss in seiner jüngsten Sitzung ein Spielplatzkonzept beschlossen.

Die Spielplätze am Kelterhaus Etzenhofen, im Pfarrer-Rug-Park und in der Behringstraße werden wegen geringer Nutzung und mangelnder Attraktivität nach und nach geschlossen. Die Spielplätze an der Burg Bucherbach in Köllerbach und am Platz St. Michel in Püttlingen werden als Hauptspielplatz der jeweiligen Stadtteile aufgewertet, ebenfalls die Spielplätze Oberwies, Heidknüppel und Siedlerstraße als Ortsteilspielplätze von Engelfangen, Berg und Ritterstraße. Auch die Skateranlage am Trimmtreff-Viktoria als Aktions- und Bewegungsfläche für Jugendliche soll eine Aufwertung erfahren. Bereits stillgelegt wurden die Spielplätze am Sauwasen, im Jungenwald und in der Rösselwies sowie der Bolzplatz auf dem Festplatz in der Bildchenstraße. Alle übrigen Spielplätze bleiben erhalten.

Größeren Diskussionsbedarf hatten die Mitglieder des Werksausschusses bezüglich des geplanten Spielplatzes im Wohngebiet Schlebach, II. Bauabschnitt. Soll der Spielplatz so wie vorgesehen angelegt werden? Gerd Müller (SPD ) sprach sich dafür aus; schließlich wüssten die Bauherren ja auch, dass dort ein Spielplatz entstehen solle, ergänzte sein Kollege Nikolaus Jost.

Bürgermeister Martin Speicher (CDU ) wies darauf hin, dass die planungsrechtliche Sicherheit für den Spielplatz beibehalten werden sollte. Zugleich warb er dafür, über die Realisierung des Spielplatzes erst dann zu entscheiden, wenn sich eine potenzielle Erweiterung des Baugebietes abzeichnet. Ein Vorschlag, der auf allgemeine Zustimmung traf.

Beispiel an Frankreich nehmen

Weiterhin beschlossen wurde, die Grundstücksflächen der stillgelegten beziehungsweise noch stillzulegenden Spielplätze zu vermarkten und die Einnahmen sowie die noch nutzbaren Spielgeräte für die Aufwertung der bestehenden Spielplätze einzusetzen. Robert Knecht (CDU ) regte an, bei der Spielplatzplanung künftig auch die Betroffenen, sprich die Kinder, einzubeziehen, da sie häufig Spielbedürfnisse hätten, an die die Großen gar nicht denken. Auch sollte der Senioren-Bewegungsparcours am Trimmtreff-Viktoria besser ausgeschildert werden. Sigurd Gilcher (Die Linke ) sprach sich dafür aus, senioren- und kindgerechte Spielplätze in den Blick zu nehmen. Hierbei könne man sich ein Beispiel an Frankreich nehmen, wo an beide Generationen gedacht werde. Gerd Müller wünschte sich, dass der Holzzaun am Spielplatz St. Michel, der zur Zeit den Köllerbach abschirmt, besser über den gepflasterten Weg verlegt werde zur Abgrenzung des Spielplatzes. Auch diese Anregungen sollen in die weiteren Planungen einfließen, erklärte Rainer Stein, Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste der Stadt Püttlingen .

Zum Thema:

HintergrundAls die Arbeitsgruppe 2013 anfing, ein Spielplatzkonzept zu erarbeiten, verfügte die Stadt Püttlingen über 22 öffentlich zugängliche Spielplätze (ohne Kindergärten). Zusätzlich gibt es noch eine Reihe weiterer öffentlicher Spiel- und Bewegungsflächen, insbesondere für ältere Kinder und Jugendliche. Die Unterhaltungskosten hierfür belaufen sich jährlich auf 50 000 bis 60 000 Euro. Sie setzen sich insbesondere aus Bauhofleistungen und Verbrauchsmaterialien zusammen. Zur Neuanschaffung von Geräten müssen jährlich zwischen 5000 und 6000 Euro aufgewendet werden. mj