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Weihnachtstrubel mit Charme und Väterchen Frost

Weihnachtstrubel mit Charme und Väterchen Frost

Der Weihnachtstrubel bei den Lichtertagen von Püttlingen hat begonnen. Eine Veranstaltung mit Pfiff, Charme, Musik, Tanz, Väterchen Frost, Snjegurotschka, Pizza, Pasta, russischen Märchen. Die Lichtertage dauern bis morgen.

"Mal ganz was anderes, hat aber Charme", urteilt Monika Kempf. Eine bekannte Püttlinger Künstlerin ist Kempf, die sich mit ihrer Ausstellung "Gold im Überfluss" an den Püttlinger Lichtertagen beteiligt. Die Idee zur fünftägigen Veranstaltung vor dem Heiligen Abend geht auf den Gastronomen, Musiker und Hans Dampf in allen Gassen, Herry Weiland, zurück. Die Idee ist, die Innenstadt zu beleben, mit Weihnachtstrubel wie auch immer. Viele stellen sich in den Dienst der Sache: Musiker, Tanzformationen, Vereine, Wirte, die SPD mit Grumbierkiechelcha, die Püttlinger Fachhändler mit weihnachtlich stimmungsvoller Dekoration.

Bei Herry geht's meistens sehr global zu, auch in diesem Fall. Im dunkelblauen Zwirn tritt Väterchen Frost auf, seit der Oktoberrevolution die russische Variante unseres heiligen Nikolaus. Die bezaubernde Snjegurotschka, übersetzt Schneemädchen oder Schneeflöckchen genannt, begleitet den gütigen Sowjet-Heiligen. Geschenke gibt's allemal.

Endspurt heute und morgen

Gesungen und musiziert wird russisch vom Frauenchor, rockig von den Köllervalley Singers, irisch von einer bewegten Band, italienisch, französisch, mit Gitarren, Fiedel, Tamburin. Schmuck, Tand und Gewürze, mittelalterlich inspiriert, gibt es, Waffeln, Gebäck, Glühwein mit und ohne, Weihnachtsweisen vom Band und hübsch dekorierte Holzhütten samt stimmungsvoller Beleuchtung an allen markanten Punkten. "Gefällt mir", urteilt Besucherin Gisela Pistorius. "So kommt wirklich Leben in die Stadt", schließt sich Norbert Speicher dem Lob an.

Der durch die Veranstalter angesagte "Weihnachtstrubel" zieht sich von Herrys Gaststube "Fässchen" über den Marktplatz und den Kardinal-Maurer-Platz hoch in die Pickardstraße. Dort, in der Buchhandlung Balzert, greift Buchhändlerin Christina Barbian auf das altbewährte Rezept des Märchenerzählens zurück. Gebannt lauschen Kinder wie Erwachsene der aus Russland stammenden Erzählung von der schönen, aber verwunschenen Prinzessin Quackfrosch, die dem etwas einfältigen Zarensohn Iwan Zarewitsch auf die Sprünge hilft.

"Ein Abend voller Magie für alle Sinne", hat jemand der Buchhändlerin begeistert ins Gästebuch geschrieben. Die Püttlinger Lichtertage gehen heute und morgen in den Endspurt, jeweils ab 19 Uhr in der Püttlinger Innenstadt.