KUlturbahnhof Püttlingen: Wehrlos gegen Bass, Beat und fette Riffs

KUlturbahnhof Püttlingen : Wehrlos gegen Bass, Beat und fette Riffs

Der Sommerfahrplan im Kulturbahnhof Püttlingen startete mit einem Auftritt der Gruppe Groovin Affairs, der die Besucher förmlich mitriss.

Mit einem Hochkaräter begann der Sommerfahrplan im Kulturbahnhof Püttlingen. Den Auftritt von Groovin Affairs am Freitag erlebten Hunderte auf dem wieder einmal proppenvollen Gleisgelände. Sommer, Sonne, Strand? Fehlten! Aber total!

„Gegen die Kälte hilft Kuscheln. Oder Tanzen“, fordert die Band. Beides geht. So viel Tanz hat der Püttlinger Kulturbahnhof in seiner 25-jährigen Popgeschichte selten erlebt. Liegt natürlich an der Band, die kräftig auf die Funk-, Soul-,  Rhythm & Blues-, Reggaetube drückt. Wehrlos gegen Bass, Beat, und fette Riffs, gegen den rebellischen Gesang von Frontfrau Silvia Dias und gegen die  Rampenmänner Daniel Vorholt plus Dominik Steegmüller und der allmählich nachlassenden Helligkeit überlässt sich das Publikum gern der gelösten Stimmung.

„Shut up and dance with me!“ „Halt den Mund und tanz mit mir!“ So lautet die Botschaft. Sie kommt an! „Cheap thrills“, zu deutsch „Billige Nervenkitzel“ signalisieren: „Was brauch ich Geld, so lange ich abtanzen kann?“ Groovin Affairs, internationale Band mit saarländischen Wurzeln, hat bereits Stars wie La Bouche, Sarah Connor, Naidoo, Sting oder den Obe-Stone Mick Jagger begleitet. Die Band macht  Musik, die ihr selbst gefällt. Das wird offensichtlich.

Mit der Band Groovin Affairs — im Bild Dominik Steegmüller und Silvia Dias — ist der Sommerfahrplan im Püttlinger Bahnhof erfolgreich gestartet. Am kommenden Freitag  geht die Reihe weiter. Foto: Heike Kolling-Krumm

Immer nonstop, stets auf Speed, das steckt an und hilft gegen die Schafskälte. „Geiles Leben“, „Wir sind groß“ oder „Rolling in the deep“ — die Post geht ab. Rhythmisch versiert, große Bühnenpräsenz, die Kunst, das altersmäßig gemischte Publikum zu animieren — das alles zeichnet die Band aus. „Ideale Besetzung für das Eröffnungskonzert“, freut sich Mirko Spieldenner. „Gut, dass wir den Sommerfahrplan wiederhaben. Jetzt brauchen wir für die kommenden Wochen nur etwas freundliches Wetter“, sagt Paulette Speicher. Der Eintritt ist frei für den Jubiläums-Musiksommer 2017. Er besteht aus acht Open-air-Konzerten immer freitags um 19.30 Uhr. Am 7. Juli gastiert die Gruppe „Brothers in Arms“, bekannt durch gekonntes Dire-Straits-Covering.