Was tun bei Gefäßerkrankungen?

Die Zahl der Patienten mit Gefäßerkrankungen steigt. Zu den Ursachen zählen Bewegungsmangel und falsche Ernährung. Das Püttlinger Krankenhaus bietet deshalb viele Vorträge und Infos zum bundesweiten „Gefäßtag“ an.

Das Gefäßzentrum am Knappschaftskrankenhaus Püttlingen lädt unter dem Motto "Freier Fluss für Ihre Gefäße - wir kümmern uns darum!" alle Interessierten am Donnerstag, 20. Oktober, ein. Sie können sich über Durchblutungsstörungen in den Beinen, chronische Wunden, den diabetischen Fuß und die Therapie beim akuten Schlaganfall informieren. In Vorträgen erklären die Experten mögliche Ursachen der verschiedenen Erkrankungen, welche Vorbeugemaßnahmen sinnvoll sind und welche Therapien am besten helfen. Gefäßsportübungen zum Mitmachen, Durchblutungsmessungen sowie eine "Check-Straße" runden das Programm ab. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Konferenzraum (8. Etage) und dauert bis 19 Uhr.

Die Zahl der Patienten , die an Gefäßerkrankungen leiden, ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Die Ursachen sind der steigende Altersdurchschnitt, Bewegungsmangel, eine falsche Ernährung und Übergewicht. Je nach Erkrankung und Stadium werden unterschiedliche Behandlungsverfahren eingesetzt. Wenn die Durchblutung in den Beinen eingeschränkt ist, können Entzündungen und Geschwüre an der Haut die Folge sein. Durchblutungsstörungen bedeuten jedoch nicht nur einen Mobilitätsverlust und ein erhöhtes Amputationsrisiko für die Betroffenen, sondern sie weisen auch auf ein deutlich erhöhtes Risiko für eine koronare Herzkrankheit und Schlaganfall hin. Dr. Christiane Jochum, Leiterin des Gefäßzentrums, wird die Behandlungs- und Früherkennungsmethoden erläutern.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von erfolgversprechenden Behandlungen mit Katheter-Technik, die zur Verbesserung der Durchblutung in vielen Gefäßen eingesetzt werden kann. Dr. Gerhard Fenzl, Chefarzt des Instituts für Radiologie, und seine Stellvertreterin Dr. Sabine Ruffing stellen Eingriffe vor, die im Gefäßzentrum angeboten werden. Zum Thema "Moderne Therapien bei chronischen Wunden und beim diabetischen Fuß" referieren die Gefäßchirurgen Chefarzt Dr. Alfons Scherber und sein Stellvertreter Dr. Erdal Ugur.

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