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Bürgermeister-Kandidat der CDU
Vornominiert bei der Klausur im Kloster

Edmund Altmeyer
Edmund Altmeyer FOTO: Altmeyer
Püttlingen. Püttlinger Bürgermeisterwahl 2019: Edmund Altmeyer soll Kandidat der CDU werden, die Mitglieder müssen noch abstimmen.

„Ich fühle mich dazu berufen“, bringt Edmund Altmeyer seine Kandidatur für das Püttlinger Bürgermeisteramt auf den Punkt. Im kommenden Jahr steht in der Stadt neben der Kommunalwahl auch die Bürgermeisterwahl an. Der amtierende Bürgermeister Martin Speicher (CDU) wird im Mai des nächsten Jahres 68 Jahre alt und hat damit die Altersgrenze für die Amtsführung erreicht. Bei ihrer Klausurtagung am Wochenende im Kloster Heilig Kreuz legten sich die CDU-Ortsverbände Püttlingen und Köllerbach sowie der CDU-Stadtverband Püttlingen – vorbehaltlich der Zustimmung in den Mitgliederversammlungen der Ortsverbände – auf Altmeyer als Kandidaten fest. Altmeyer ist Vorsitzender der CDU Püttlingen und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion. Fünf Jahre lang war er auch erster Beigeordneter der Stadt, wegen beruflicher Belastung hatte er sich aber vor fünf Jahren nicht nochmals für das Amt zur Verfügung gestellt.


Hauptberuflich arbeitet der 55-Jährige für die Sparkasse Saarbrücken und ist dort Direktor im Firmenkundenbereich. Der Püttlinger ist seit 33 Jahren verheiratet, hat zwei Töchter und einen Sohn. „Ich lege Wert auf sachorientierte Politik und fairen Umgang“, so Altmeyer in einem Telefongespräch mit der SZ. „Als Bürgermeister – da bin ich felsenfest überzeugt – kann ich gute Akzente setzen.“ Bei der Sparkasse habe er einen sehr guten Ruf, gerade in Sachen Fach- und Führungsqualitäten, „und ich bin fleißig“. In Püttlingen ist er in mehreren Vereinen, unter anderem im Feuerwehr-Förderverein und nicht zuletzt beim Schwimmverein Delphin Püttlingen – und wegen der Trainingszeiten auch beim Schwimmverein SV 08 Völklingen. Der frühere Leistungsschwimmer war auch Trainingspartner des mehrmaligen Staffel-Europameisters Klaus Steinbach. Neben Schwimmen gehören Joggen, Laufen und Radfahren zu seinen sportlichen Betätigungen („im Sommer fahre ich mit dem Rad zur Arbeit nach Saarbrücken“).

In der Ankündigung zur Klausurtagung hieß es noch, man wolle sich während der Tagung darauf festlegen, wie der Kandidat gefunden werden soll. Das ist nun augenscheinlich schon in der Klausurtagung selbst geschehen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mark Reck schreibt: „Unter Moderation des Stadtverbandsvorsitzenden Norbert Rupp wurde das ‚Luxusproblem’ der CDU schnell deutlich. Mehrere Kandidatinnen und Kandidaten schienen sozusagen durchaus geeignet.“ Nach gut zweistündiger Diskussion sei dann Edmund Altmeyer mit großer Mehrheit nominiert worden.



Das deutet darauf hin, dass es auch Gegenkandidaten gegeben hat? „Wir sind offen in die Tagung rein gegangen“, sagt Altmeyer. Und dabei seien auch andere Persönlichkeiten, etwa die CDU-Beigeordneten, im Gespräch gewesen. Genannt worden seien der erste Beigeordnete Christian Müller, der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Landespolizeipräsident Norbert Rupp, der Fraktionsvorsitzende und Referent der Ministerpräsidentin Mark Reck, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Vera Jocker-Kaltz und der Beigeordnete Jürgen Detzler. (Dabei darf vermutet werden, dass im Hinblick auf ihre aktuellen Ämter nicht jeder der Genannten auch für das Bürgermeisteramt zur Verfügung stehen würde.)

Einer Mitgliederversammlung der beiden Ortsverbände, vermutlich kurz nach Ostern, bleibe nun die offizielle Wahl zum Bürgermeister-Kandidaten der CDU vorbehalten, so Reck und Altmeyer.

Zur Klausurtagung, schreibt Reck, seien mehr Teilnehmer gekommen als in den vorangegangenen Jahren. „Das hing wohl damit zusammen, dass seit der letzten Kommunalwahl 2014 in CDU-Kreisen klar war, dass bei dieser Klausur der Fahrplan für die Bürgermeister- und Kommunalwahl 2019 festgelegt werden soll.“ Wegen der „herausragenden Anforderungen an das kommende Stadt­oberhaupt“ sei auch klar gewesen, dass an den Kandidaten „hohe Erwartungen an die persönliche und fachliche Kompetenz zu stellen sind. Gerade in finanzpolitischer Hinsicht – Stichwort Ansiedlung von Handel und Gewerbe sowie Fortführung des stringenten Haushaltskonsolidierungskurses – aber durchaus auch in verwaltungsfachlicher Hinsicht – Stichwort Interkommunale Zusammenarbeit und Mitarbeiterführung.“

Altmeyer hatte nach abgeschlossener Banklehre noch ein Jahr die Sparkassen-Kaderschmiede besucht (bei der Sparkasse berechtigt dies für Vorstandsämter) und in Saarbrücken sechs Semester an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie studiert.

Die SPD hat noch keine offizielle Nominierung vollzogen; auch hier muss noch die Mitgliederentscheidung abgewartet werden. Als mögliche Kandidatin steht die städtische Beigeordnete Denise Klein bereit.

(mr)