Von Herzen Püttlinger

„Mein Metzger, mein Bäcker, meine Ärzte, mein Krankenhaus und meine Kirche“ – Toni Job schätzt an Püttlingen vor allem das Gemeinschaftsgefühl der Menschen.

Bis ins 17. Jahrhundert kann Toni Job seine Vorfahren zurückverfolgen. Sie waren die ersten Lehrer im Köllertal und wohnten in Püttlingen , genau wie er selbst. Seit seiner Geburt lebt er in der Köllertalstadt, der er auch beruflich im 50. Dienstjahr die Treue hält. Der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder verbindet mit seiner Heimat viele gute Erinnerungen seit Kindertagen.

"Bis heute unterhalte ich regen Kontakt zu Klassenkameraden aus Kindertagen und Jugendfreunden", erzählt der stolze Opa zweier Enkelkinder. "Wenn ich durch Püttlingen gehe, habe ich das Gefühl, hier bin ich zu Hause, hier habe ich meine Wurzeln, hier finde ich alles, was ich zum Leben brauche." Gerade mit Blick auf sein Alter ist für den langjährigen Sozialamtsleiter wichtig, dass er von seinem Ortsteil Berg alles, was wichtig ist, zu Fuß erreichen kann: "Mein Metzger, mein Bäcker, meine Ärzte , mein Krankenhaus und sogar meine Kirche", zählt er mit dem für ihn typischen verschmitzten Augenblinzeln auf.

Mit dem Püttlinger Dom verbindet der Vereinsmensch eine langjährige Geschichte: "Hier bin ich zur Kommunion gegangen, hier habe ich als Messdiener am Altar gestanden, hier habe ich geheiratet. Der Dom ist für mich nicht irgendein Gotteshaus, sondern ein fester Bezugspunkt", ebenso die Bergehalde.

Wenn er von der Mosel, woher seine Frau stammt, zurückkommt, versucht er schon von der Autobahn aus die Bergehalde zu entdecken. "Die Bergehalde und die Kirche", sagt Toni Job, "sind für mich Fixpunkte".

Und wenn man hört, wie er von den touristischen Höhepunkten seiner Heimat schwärmt, nimmt man ihm den "Püttlingen-Fan" zweifelsfrei ab. "Die Römerstraße, die Historischen Wanderwege , die die ESH gebaut hat, die ehemalige Eisenbahntrasse bis nach Völklingen - wer solche Wanderwege hat, braucht nicht in den Schwarzwald."

Am meisten an seiner Heimat fasziniert ihn, dass Püttlingen zwar eine Stadt ist, "doch alle Alteingesessenen sagen immer, dass sie ‚ins Dorf gehen', wenn sie in den Stadtkern kommen. Das ist genau das Gefühl, das mir Püttlingen vermittelt: eine Gemeinschaft mit Geborgenheit."

Job "schafft uff de Stadt", zudem war er vor 30 Jahren Mitbegründer der Erwerbslosenselbsthilfe, der Köllertaler Integrationsstelle für Zugewanderte vor über zehn Jahren, des Demenzvereins vor über zehn Jahren und der Sozialen Initiative Püttlingen .

So hat Job vielen Menschen in Notsituationen geholfen. "Das habe ich gerne getan", nichts war ihm zu viel und keiner egal. Hier und da musste er zwar auch mal streng durchgreifen, doch immer "war es mir wichtig, Mensch und Christ zu bleiben und meiner Stadt, den Menschen, zu dienen." Hierbei konnte sich Toni Job auf viele Unterstützer verlassen, ein Umstand, den er wiederum dem hohen Gemeinschaftsgefühl seiner Heimatstadt zuschreibt.