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Von Deutsch lernen bis „Sproochen“

Von Deutsch lernen bis „Sproochen“

Genau 111 Tage ist es her, dass in der Püttlinger Innenstadt das Begegnungs- und Lerncafé eröffnete. Besonders die Sprachkurse für Flüchtlingsfamilien sind inzwischen gut angelaufen, erfuhren wir im Gespräch mit Angelika Feld, der Vorsitzenden des Püttlinger Freundeskreises für Integration und Migration.

Seit Ende September 2016 unterhält die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Verein "Püttlinger Freundeskreis für Integration und Migration " ein Lerncafé in der Völklinger Straße 4. Angelika Feld, Vorsitzende des Vereines, erklärt im Gespräch mit der SZ die wichtigsten Stützpfeiler dieser Einrichtung, die auch von dem etablierten Verein "Aussiedler im Köllertal" (AIK) unterstützt wird: "An jedem Vormittag der Woche, außer am Wochenende, finden hier Sprachkurse statt." Diese wenden sich an Flüchtlinge mit ganz unterschiedlichen Deutschkenntnissen, also an Anfänger und Fortgeschrittene, an Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer, an Menschen, die eine Arbeitsstelle anstreben oder bereits in einen Beruf vermittelt werden konnten.

Die Nachmittage im Lerncafé dienen, jeweils zwischen 16 und 20 Uhr, der Begegnung, dem interkulturellen Austausch, nicht zuletzt auch dem gemütlichen Beisammensein von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, bei Kaffee und Tee, deutschem Gebäck und/oder orientalischem Naschwerk. Im einzelnen: "Jeden Montag bietet Herr Rachid seine Veranstaltung ‚Leben in Deutschland' an", sagt Feld. Dienstags und freitags gibt es im so genannten Offenen Treff die Möglichkeit zu zwanglosen Gesprächs- oder Spielrunden, inklusive Kinderbetreuung.

Mittwochs und donnerstags sind die Räume für die Arbeit mit Mädchen und Frauen reserviert, in Zusammenarbeit mit AIK. Hinzu kommen Sonderveranstaltungen, gegebenenfalls auch Exkursionen, die jeweils angekündigt werden. Dazu unterhält der Freundeskreis eine eigene Kleiderkammer, in der auch gebrauchte Haushaltsgegenstände oder Spielsachen an Interessierte weitergegeben werden. "Die Püttlinger Bevölkerung zeigt sich hier als sehr spendenfreudig. Und auf der anderen Seite wird das Angebot gerne angenommen", sagt Feld.

Die Kleiderkammer bleibt derzeit jedoch für wenige Wochen geschlossen, da sie bald umziehen wird, und zwar vom bisherigen Standort, der ehemaligen Stadtgärtnerei, in das ehemalige Blumengeschäft Strauß in zentraler Lage in der Innenstadt. "Wir rechnen damit", so Feld, "die neuen Räume Ende Januar zu eröffnen."

Zusätzlich zum Lerncafé und der Kleiderkammer besteht in der Stadt Püttlingen ein weiterer Treffpunkt ausschließlich für Frauen, die sich an jedem zweiten und vierten Dienstag im Monat in der Evangelischen Stadtmission (Pickardstraße 26) von 17 bis 19 Uhr treffen - "zum Häkeln, Stricken und Sproochen".

Zum Thema:

Auf einen Blick Mitstreiter gesucht: Der Verein mit seinen Einrichtungen und die Püttlinger Integrationsstelle suchen weitere freiwillige Mitstreiter, die sich für die Arbeit mit Flüchtlingen interessieren oder selbst einbringen wollen. Auskunft bei Carmen Helfgen während der Dienstzeiten der Stadtverwaltung, Telefon (0 68 98) 69 11 80. et