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Beim Wandern Gutes tun
Vom Püttlinger Kloster durchs schöne Köllertal

Auch im vergangenen Jahr hatte der Verein „Aktion 33“ zu einer Sternwanderung durchs Köllertal eingeladen.
Auch im vergangenen Jahr hatte der Verein „Aktion 33“ zu einer Sternwanderung durchs Köllertal eingeladen. FOTO: Hans Georg Schneider
Püttlingen. Verein „Aktion 33“ fördert mit Erlös der Sternwanderung am kommenden Samstag Hilfsprojekte in Bolivien. Von Michael Emmerich

Der Püttlinger Verein „Aktion 33 – Hilfe für Bolivien“ bietet mit Unterstützung des Geistlichen Zentrums sowie des Wander- und Unterhaltungsvereins Edelweiß wieder eine Sternwanderung am Samstag, 7. April, an, bei der alle mitmachen können. Jeder gewanderte Kilometer werde von der Volksbank Westliche Saar Plus „in bare Münze“ umgewandelt, versprechen Monika und Peter Ziegler vom Hilfsverein. Alle Einnahmen seien „für sehr arme Kinder im bolivianischen Sopachuy bestimmt“. Gerne nehme die „Aktion 33“ auch eine Kuchenspende vor dem Start am Samstag entgegen.


Start mit Einschreibung aller Teilnehmer ist um 9 Uhr am Kloster Heilig-Kreuz in Püttlingen. Alle Wanderungen werden geführt und verlaufen so, dass die Beteiligten gegen 13 Uhr zum Ausgangspunkt zurückkehren. Dann gibt’s zur Stärkung Erbsensuppe (wieder von Gertrud Biesel und Susanne Kraus zubereitet) sowie Kaffee und Kuchen. Drei Touren stehen zur Auswahl. „Zeitgeschichte an Hand alter Uhren“ ist die acht Kilometer lange Strecke der „Aktion 33“ überschrieben. Sie führt vom Kloster an Kreuz-Kapelle und Rathaus vorbei ein Stück über die Köllertalschleife des Jakobsweges durch das „Köllerpfädchen“ in das in Köllerbach beheimatete Saarländische Uhrenmuseum, das einen Überblick über die Entwicklung der Zeitmessung der vergangenen 4000 Jahre bietet. Dort gibt es eine Gruppenführung (Dauer: rund 75 Minuten, Preis: drei Euro pro Person).

„Ein Kleinod im schönen Köllertal“, heißt die von Roland Herget von der Volksbank geführte Wanderung über 11,5 Kilometer. Am Köllerbach entlang geht es zur Wendalinuskapelle in Etzenhofen. Deren Entstehungsgeschichte: Tiefe Besorgnis trieb 1866 Bauern nach Ausbruch einer Choleraepidemie sowie der Rinderpest dazu, zu Fuß nach St. Wendel, zum Grab des Heiligen Wendalinus, zu pilgern. Dort wurde ein Gelübde abgelegt, dass, wenn die Not von ihnen abgewendet würde, zu Ehren des Heiligen eine Kapelle errichtet werde.



„Ganz nahe am Himmel“, nennt sich die vom Edelweiß-Verein geleitete, 12,5 Kilometer lange Strecke mit Gipfelblick auf Püttlingen. Zu dieser Tour heißt es: „Durch die langsam erwachende Natur führt ein schöner Weg zum höchsten Punkt Püttlingens, dem Gipfelkreuz auf der Bergehalde. Durch das bewusste Wahrnehmen der Schöpfung, dem Bergerlebnis auf der einen und der ewigen Suche des Menschen nach Lebenssinn auf der anderen Seite soll eine Gedankenbrücke aufgebaut werden.“

Die „Aktion 33“ empfiehlt die Mitnahme von Getränken und wäre dankbar, wenn sich die Wanderer anmelden. Entweder im Büro des Dekanats, Telefon (0 68 98) 6 90 89 00, oder bei der „Aktion 33“, Telefon (0 68 98) 6 12 24.

Wer nicht mitwandern kann, ist zur Besichtigung des Uhrenmuseums (etwa ab 10.15 Uhr) oder zur Besichtigung der Wendalinuskapelle (etwa ab 10.30 Uhr) eingeladen und kann auch ab dort zum Kloster mit zurückkehren. Oder zum Mittagessen dort vorbeischauen und sich mit Kuchen eindecken.