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Vom Nutzen ausrangierter Weihnachtsbäume in Köllerbach und Eiweiler

Das freut Mensch und Ziege : Vom Nutzen ausrangierter Weihnachtsbäume

In Rittenhofen verknüpfte der Backhausverein das Einsammeln alter Bäume mit einer Spendenaktion. In Eiweiler gab’s besonderes Viehfutter.

Da sage noch einer, ausrangierte Weihnachtsbäume hätten keinen Nutzen mehr. In Rittenhofen machten sich Mitglieder des Backhausvereins auf den Weg, um ausgemusterte Bäume gegen eine Spende einzusammeln: „Wir sind vom Backhausverein und sammeln für eine Spende die Weihnachtsbäume ein...“, mit diesem Reim „zogen 16 große und kleine Rittenhofer Helfer mit Sammeldose, Handschuhen und einem Traktor samt großem Anhänger durch den Ortsteil von Köllerbach“, heißt es im Bericht des Vereins.

Einige Bürger hatten ihre Bäume bereits zur Entsorgung bereitgelegt, und warteten schon auf die Einsammler. „Andere wurden beim Öffnen der Haustür überrascht und spendeten spontan, auch ohne Baum“, freut man sich beim Backhausverein über die spendenfreudigen Bürger. Die Bäume wurden auf dem Anhänger von Valentin Puhls 165 PS starken Case-Traktor aufgeladen und kamen so zum Forsttechnischen Betrieb Albert, wo sie zu weiteren Verarbeitung entgegengenommen wurden. Für die wackeren Helfer gab’s schließlich noch im Schankraum der nostalgischen Brau- und Brennerei am Hermesbach zur Belohnung einen Imbiss. Über die Verwendung der Spenden will der Vereisvorstand noch beraten und bei der Jahreshauptversammlung am 29. März darüber informieren.

Ausrangierte Bäume erfreuen aber mitunter nicht nur Menschen, sondern auch Tiere – etwa auf dem Gnadenhof Eiweiler, wo manch Vierbeiner den Christbäumen auch noch Schmackhaftes abgewinnen kann.

Lothar Braun vom Gnadenhof sagt, wie nützlich die ausranigerten Bäume noch sind: „Auch in diesem Jahr hat die Jugendfeuerwehr Heusweiler den Gnadenhof Eiweiler wieder mit ausreichend vielen Weihnachtsbäumen versorgt. Für Schafe und Ziegen sind Tannenzweige eine gern genommene Abwechslung im Futterangebot.“

 Die Jugendfeuerwehr Heusweiler hat den Gnadenhof Eiweiler mit ausgedienten Weihnachtsbäumen versorgt. Dort dienen sie noch als Futter für Ziegen und Schafe.
Die Jugendfeuerwehr Heusweiler hat den Gnadenhof Eiweiler mit ausgedienten Weihnachtsbäumen versorgt. Dort dienen sie noch als Futter für Ziegen und Schafe. Foto: Lothar Braun

Als Erste machten sich die Ziegen über die Futterspende her, während sich die Schafe noch gedulden mussten, denn, so Braun: „Ziegen sind gegenüber den Schafen sehr dominant und futterneidisch.“ Schnell war das Grün der ersten Weihnachtsbäume abgefressen, danach wurde auch die Rinde nicht verschmäht.