Vom Hammer-Schwinger bis Saarstahl

"Ohne Menschen, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen, wäre es um unsere Gesellschaft und auch um unsere Gemeinde schlechter bestellt." Das schrieben die drei Bürgermeister aus dem Köllertal, Martin Speicher , Klaus Häusle und Thomas Redelberger , ins Vorwort des jetzt erschienenen Buches "Schmiede und Schmieden im Köllertal".

Die Brüder Heinz und Werner-Ludwig Klein haben dem alten Handwerk in unserer Region nachgespürt und das Werk verfasst. Bei der Arbeit am 23. Band des Heimatkundlichen Vereins Köllertal, der am Donnerstagabend im Köllerbacher Gasthof Die Burg vorgestellt wurde, sei klar geworden, so Heinz Klein, wie stark das Schmiedehandwerk im Zusammenwirken mit anderen Berufen die Entwicklung der metallbearbeitenden Berufe und damit auch den Fortschritt in der Industrialisierung beeinflusst habe.

Die Autoren spannen einen Bogen von der ersten bekannten Schmiede in Bietschied der Familie Groß in den Jahren um 1640 bis hin zur hochmodernen Schmiede bei Saarstahl in Völklingen als bislang letztem Meilenstein in der Schmiedekunst.

Zwei Jahre arbeiteten die Gebrüder Klein an ihrem Buch, trugen Daten, Tabellen und Fotos zusammen, sammelten historische Fotos und fügten schließlich alles zusammen zu einem 130-seitigen Nachschlagewerk, das für zwölf Euro in vielen Geschäften im Köllertal zu haben ist.