Voller Zuversicht ins Endspiel

Der HSV Püttlingen hat noch alles in eigener Hand. Bei einem Auswärtssieg mit mindestens drei Toren Unterschied im Saisonfinale bei der VTV Mundenheim hätten die Handballerinnen den Verbleib in der Oberliga gesichert.

Es war ein Befreiungsschlag, der neue Kräfte freigesetzt hat. Am vergangenen Sonntag gewannen die Handballerinnen des HSV Püttlingen ihr letztes Heimspiel dieser Oberliga-Saison gegen den TV Bassenheim mit 30:25. Zuvor konnte der HSV in der Rückrunde nur gegen die drei feststehenden Absteiger punkten. Durch den jüngsten Sieg gegen den Tabellenfünften ist am bevorstehenden letzten Spieltag dieser Saison noch alles möglich für die Püttlingerinnen - vom direkten Klassenverbleib bis zum direkten Abstieg.

An diesem Sonntag ist der HSV um 16 Uhr zum Finale bei der VTV Mundenheim zu Gast. Auch der Gastgeber ist noch nicht gerettet. Mundenheim liegt zwar einen Tabellenplatz vor den Püttlingerinnen auf dem neunten Rang, der zum sicheren Ligaverbleib reicht. Doch trotz der zwei Punkte Abstand und des 32:30-Erfolges aus dem Hinspiel im Püttlinger Trimm-Treff könnte es die Mundenheimerinnen noch erwischen. Vorausgesetzt ist ein Auswärtssieg des HSV mit drei Toren Unterschied. Diese Rechenspiele blendet Püttlingen jedoch aus. "Wir gehen voller Zuversicht in dieses Endspiel. Wir beschäftigen uns nicht mit dem Thema Abstieg", betont HSV-Trainer Hans-Werner Müller.

Das Trio im Kampf um den Klassenverbleib komplettiert der TuS Neunkirchen . Der Tabellenelfte, der einen Zähler hinter dem HSV liegt, gastiert bereits am Samstag beim Tabellensiebten FSV Mainz 05 II. Der TuS muss unbedingt punkten, wenn er den HSV Püttlingen noch von Platz zehn verdrängen will. Dieser bedeutet dann den Klassenverbleib, wenn Oberliga-Meister Roude Léiw Bascharage seine Relegationsspiele gewinnt und in die 3. Liga aufsteigt. Der elfte Platz würde jedoch den direkten Abstieg mit sich bringen.

Doch zurück zum Duell zwischen Mundenheim und Püttlingen : Der Gastgeber muss seit einigen Wochen auf Spielmacherin Sabine Winkelmann verzichten, die in Püttlingen noch zur entscheidenden Akteurin avanciert war. Die 26:27-Niederlage am vergangenen Samstag beim TuS Neunkirchen machte die Lage für die Pfälzerinnen noch einmal brenzlig. Püttlingen hingegen tankte neue Kraft und wird auch im letzten Saisonspiel wieder auf Karoline Müller zurückgreifen können. Die langjährige Spielführerin und zweitligaerfahrene Tochter des Trainers zeigte schon gegen Bassenheim, dass sie nach fast einem Jahr ohne Handball nichts verlernt hat.

Am Mittwoch bestritt Püttlingen noch ein Testspiel bei den Juniorinnen der JSG Süd-Ostsaar, die bald in die Qualifikationsspiele zur Juniorinnen-Bundesliga gehen. "Wir konnten einige taktische Varianten ausprobieren und haben am Ende mit 34:21 gewonnen", erzählt Trainer Müller. Püttlingen ist also gewappnet für das Saisonfinale.